+++ 08:13 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

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+++ 08:13 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++
Russland, Wolodymyr Selenskyj, Militäreinsätze

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Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.538.950 Soldaten in der Ukraine verloren haben.

Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1560. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem drei Panzer, 45 Artilleriesysteme und 1645 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 12.391 Panzer, 50.637 Artilleriesysteme, 1683 Flugabwehrsysteme und 441 Flugzeuge, 355 Hubschrauber, 544.498 Drohnen, 35 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen – wobei das auch nur Mindestwerte sind.

Weder die ukrainischen noch die russischen Streitkräfte erzielten in den vergangenen 24 Stunden Vorstöße an der Front in der Ukraine. Das schreiben diein ihrem jüngsten Bericht. Zunehmend gäbe es Tage, in denen sich die Front in der Ukraine zu einem zähen Stellungskrieg entwickele. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben russische Drohnen die Nordbrücke getroffen. Vitali Klitschko, Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, meldet den Treffer aufDie Rettungskräfte seien auf dem Weg zum Einsatzort.

"Auf der Nordbrücke sind die Fahrbahn und das Oberleitungsnetz beschädigt. Der Verkehr über die Brücke vom linken zum rechten Ufer ist derzeit gesperrt", so der Kiewer Bürgermeister. Schon an den vergangenen Tagen hatte das russische Militär eine Brücke über den Fluss Dnipro getroffen. Die Südbrücke ist seitdem vollständig gesperrt, was zu Chaos im Stadtverkehr geführt hatte.

In der Region Tscheljabinsk im Südural fand in den vergangenen Tagen ein großes Militärmanöver der russischen Armee statt. Das berichtetunter Berufung auf russische Quellen. Demnach haben 47.000 Soldaten in der Region und in den Gewässern des Kaspischen Meeres unter anderem geübt, wie sie "äußere Aggressionen" abwehren oder "eine Sicherheitszone" auf dem Territorium eines benachbarten zentralasiatischen Staates errichten können.

Zudem wurden laut dem Bericht neue Waffen ausprobiert. Zur Eröffnung am 28. September hielt der russische Präsident Wladimir Putin eine Rede vor den teilnehmenden Truppen. Neben russischen Soldaten nehmen auch Soldaten aus Belarus, China und Pakistan an der Übung teil, so Ukrainska Prawda.

Das Manöver dauere noch bis zum 3. Oktober an. Bundesaußenminister Johann Wadephul hat weitere diplomatische Initiativen zur Aufhebung der Blockade von Getreideexporten über das Schwarze Meer angemahnt.

"Wir dürfen eben nicht immer noch mehr Hunger, Not und Konflikt in der Welt riskieren, nur durch diesen schrecklichen Krieg Russlands gegen die Ukraine", sagt Wadephul. Zumindest für das Schwarze Meer müsse jetzt ein Waffenstillstand erreicht werden, um wieder zivile Schiffstransporte zu ermöglichen, forderte der Bundesaußenminister.

"Die Zeit drängt, der Hunger naht", sagt Wadephul. "Und es droht natürlich, dass dieses Getreide verfällt, dass es verdirbt. " Falls dies geschehe, wäre dies "eine weitere völlig unnötige Katastrophe". Die Bundesregierung treibt die Reprivatisierung des verstaatlichten Gaskonzerns Sefe einem Medienbericht zufolge voran.

Das Bundeswirtschaftsministerium habe Kanzleien aufgerufen, sich für die rechtliche Beratung des Vorhabens zu bewerben, berichtete die "Börsen-Zeitung" am Freitag unter Berufung auf Ausschreibungsunterlagen. Der Zuschlag solle bis spätestens zum 1. November erteilt werden. Zugleich bewerben sich dem Bericht zufolge Investmentbanken bei der staatlichen Förderbank KfW um Mandate für die Privatisierung.

Der Bund hatte die ehemalige Gazprom-Tochter nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine mit rund sechs Milliarden Euro gerettet und verstaatlicht. Auf diesen Betrag werde der Wert des Unternehmens mit Sitz in Berlin nun geschätzt. Dass Sefe wieder privatisiert werden solle, war grundsätzlich auch in der Regierungskoalition vereinbart. Der russische Präsident Wladimir Putin hat der Agentur Interfax zufolge ein Militärmanöver in der Ural-Region beobachtet, bei dem auch Truppen aus China, Belarus und Pakistan im Einsatz gewesen seien.

Bei der Übung seien zudem russische strategische Bomber im Einsatz gewesen. Der Kreml bezeichnete das Manöver der Agentur Tass zufolge als routinemäßig. Aufgrund der durch Russland blockierten Schwarzmeerhäfen haben sich die ukrainischen Agrarexporte mehr als halbiert.

"Das bedeutet, dass wir im laufenden Wirtschaftsjahr etwa 30 Millionen Tonnen landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar nicht exportieren können", sagt Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj Journalisten gemäß einer Meldung von Interfax-Ukraine. Im September seien die Exporte auf 2,4 Millionen Tonnen oder 46 Prozent der geplanten Ausfuhren gefallen. Davon waren 1,4 Millionen Tonnen Getreide. Das ukrainische Militär will einen russischen Mehrfachraketenwerfer getroffen und zerstört haben.

Das teilt das 413. Regiment der Streitkräfte der Ukraine der Einheit "Raid" in sozialen Netzwerken mit. Es handle sich um ein Mehrfachraketenwerfersystem BM-27 "Hurricane", dass die Kreml-Kräfte in der besetzten Region Saporischschja stationiert hätten, heißt es. Dieses schieße 220-Millimeter-Raketen ab.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geht davon aus, dass Russland die Angriffe auf die Ukraine vor den US-Zwischenwahlen verstärken wird.

"Putins Taktik besteht darin, den Konflikt so weit wie möglich zu eskalieren, und genau das tut er. Und angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen unter Trump wird er dies noch verstärken", so Selenskyj in einem Interview mit der spanischen Zeitung "".

"Der Kreml will, dass die Ukrainer die Hauptstadt verlassen. " Schon zu Kriegsbeginn im Jahr 2022 sei dies der Plan von Putin gewesen, "um zu zeigen, dass man ohne Hauptstadt kein Land hat", ist Selenskyj überzeugt. "Sie greifen an, um die Stadt lahmzulegen und die Menschen daran zu hindern, zur Schule oder zur Arbeit zu gehen, weil ihre Kinder wegen all dieser Angriffe nicht in den Unterricht oder in den Kindergarten gehen können. Sie versuchen, die Ukraine ins Chaos zu stürzen.

"Russische Geheimdienste seien beauftragt worden, ihre Aktivitäten auf dem Gebiet der Europäischen Union und der Nato-Staaten zu verstärken. Davon ist der ukrainische Geheimdienst GUR überzeugt. Einerzufolge sollen die russischen Geheimdienste hybride Operationen vorbereiten, die darauf abzielen, die Hilfe für die Ukraine zu untergraben und die Fähigkeiten des Verteidigungsbündnisses zu schwächen. Russische Agenten sollen dabei auch Sabotageaktionen durchführen, heißt es.

Vor allem militärische Einrichtungen, kritische Infrastruktur und Kommunikationssysteme stünden im Fokus des Kreml. Der GUR habe seine Partner in der EU und den Nato-Staaten bereits über die Erkenntnisse informiert. Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 28 Menschen seien durch Gleitbomben verletzt worden, teilt der regionale Militärverwalter Oleh Synjehubow mit.

Möglicherweise befänden sich noch weitere Opfer unter den Trümmern getroffener Wohnhäuser. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft dem russischen Militär vor, auf Anordnung von Kremlchef Wladimir Putin die Städte der Ukraine zu zerstören.

"Aus Geheimdienstinformationen und von einigen Personen aus Putins Umfeld wissen wir, dass Putin Anfang September gesagt hat: 'Jetzt gibt es keine Regeln mehr'", so Selenskyj. Russland habe die Ukraine nicht besetzen können.

"Deshalb führen sie nun massive Angriffe durch und töten in großem Umfang. "Die Ukraine bekommt von der EU weitere Finanzhilfen in Höhe von rund 2,9 Milliarden Euro. "Mit der heutigen Auszahlung tragen wir dazu bei, die finanzielle Stabilität der Ukraine zu sichern und Investitionen zu unterstützen, die die Grundlage für ihren künftigen Wiederaufbau schaffen werden", teilt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Das Land setze trotz des andauernden russischen Angriffskriegs weiter umfassende Reformen um.

Zuletzt hatten in Brüssel Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für Aufregung gesorgt, wonach es für dieses Jahr eine neue Finanzierungslücke in der Ukraine im Umfang von 27 Milliarden US-Dollar gebe. Nach Gesprächen teilte die EU dann allerdings am Donnerstag gemeinsam mit der Ukraine mit, dass Mittel identifiziert worden seien, um den Haushalts- und Verteidigungsbedarf des Landes für 2026 zu decken. Die russische Armee nimmt neben der Energieversorgung auch zunehmend Tankstellen oder Supermärkte ins Visier.

Politikjournalist Denis Trubetskoy lebt in Kiew und erlebt die Angriffe regelmäßig mit. Für ihn ist klar: Kiew soll zerbombt und das Leben der Zivilbevölkerung erschwert werden.

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