Unter Führung von Ermittlerinnen und Ermittlern aus Hamburg haben mehrere europäische Behörden und das FBI ein Cybercrime-Netzwerk zerschlagen. Das Geschäftsmodell der Gruppe 'KillSec' war es, Daten von Organisationen zu klauen, um damit Lösegeld zu erpressen.
Es geht um mindestens 1.000 Cyberangriffe weltweit, davon mindestens 70 in Deutschland und 18 mit Bezug zu Hamburg. Die Hamburger Polizei war federführend, weil in der Hansestadt zuerst ermittelt wurde.
Den Angaben zufolge soll die Gruppe"KillSec" seit 2024 IT-Schwachstellen von Organisationen ausgenutzt haben, um an sensible Daten zu gelangen. Vor allem Cloud-Speicher standen demnach im Fokus der Kriminellen. Die gekaperten Daten wurden dann auf einen Darknet-Server geladen. Dort sollten sie veröffentlicht werden, sofern die Betroffenen kein Lösegeld zahlten.
"KillSec" soll so in einigen Fällen erhebliche Beträge erhalten haben. Im Zuge der Ermittlungen gerieten mehrere Jugendliche in den Fokus der Behörden - darunter der mutmaßliche Strippenzieher. Er ist erst 16 Jahre alt. Am Mittwoch holte die aus mehr als einem Dutzend europäischen und zwei US-Behörden bestehende Ermittlungsgruppe zum großen Schlag aus.
In Spanien, Griechenland, Großbritannien und Rumänien wurden acht Wohnungen durchsucht und drei Tatverdächtige festgenommen, wie die Hamburger Polizei am Donnerstag mitteilte. Außerdem wurde die Darknet-Seite der Gruppe abgeschaltet. Dabei wurden rund 110 Terrabyte Daten gesichert, die nun für weitere Ermittlungen ausgewertet werden. Wenn Sie unsere Inhalte schätzen und diese häufiger in den Schlagzeilen der Google-Suche angezeigt bekommen möchten, dann legen Sie NDR.de doch als bevorzugte Quelle fest.
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