Das 191. Oktoberfest in München endet am Sonntag. Bis zur Halbzeit zählte die Wiesn 3,8 Millionen Besucher, die Polizei 471 Straftaten und der Sanitätsdienst 4240 Patienten.
Am Sonntag endet das 191. Oktoberfest in München. Bis zur Halbzeit hatten laut offiziellen Angaben bereits 3,8 Millionen Menschen die Theresienwiese besucht. Nach dem Wochenende dürfte die Gesamtzahl deutlich über sechs Millionen liegen. Der Preis für eine Maß Bier liegt in diesem Jahr bei bis zu 15,90 Euro.
Polizeibilanz zur Wiesn-Halbzeit
Die Polizei war nach eigenen Angaben 936-mal im Einsatz und stellte dabei 471 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten fest. Es wurden 32 Sexualdelikte angezeigt, zudem gab es 135 Körperverletzungen, ebenso viele wie zur Vorjahreshalbzeit. Darüber hinaus registrierte die Polizei 35 Taschendiebstähle und 122 Rauschgiftdelikte. Letzteres bedeutet einen Anstieg von fast 50 Prozent gegenüber 2025.
Sanitätsdienst und Feuerwehr im Einsatz
Der Oktoberfest-Sanitätsdienst versorgte rund 4240 Patientinnen und Patienten, sieben Prozent mehr als zum Vergleichszeitpunkt der Vorjahres-Wiesn. 35 Prozent der Einsätze galten Menschen mit alkoholbedingten Beschwerden. 32 Prozent entfielen auf chirurgische Zwischenfälle wie Schnitt- und Platzwunden, Prellungen und Knochenbrüche. Die Münchner Feuerwehr meldete zur Halbzeit zusätzlich 886 Einsätze durch den öffentlichen Rettungsdienst.
Oktoberfest als globales Phänomen
Das Münchner Volksfest ist weltweit bekannt und dient als Vorbild für zahlreiche Oktober- und Bierfeste, etwa in Blumenau in Brasilien, Kitchener in Kanada, Qingdao in China und Windhoek in Namibia. Die Wiesn zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an und ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für München. In diesem Jahr mussten Besucher für eine Maß bis zu 15,90 Euro ausgeben.
Tradition und Kontroversen
Das Oktoberfest ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der bayerischen Identität. In der Redaktion des Tagesspiegels löste das Thema am Freitag eine Diskussion aus. Ein Autor äußerte sich skeptisch gegenüber dem Fest und verwies auf die laute Geräuschkulisse und den übertriebenen Spaßfaktor. Er betonte jedoch, dass er den Münchnern ihre Wiesn-Tradition gönne. Auch zwanzig Jahre nach seinem Studium steht er dem Oktoberfest eher ablehnend gegenüber.
Ministerpräsident Markus Söder könnte dem Oktoberfest seinen Stempel aufgedrückt haben. Zwei Bilder mit ihm bleiben in Erinnerung. So rief ein 36-Jähriger nach nur zwei Schlägen zum Anzapfen eines Bierfasses O'zapft is! und reichte Söder den gefüllten Bierkrug, der sichtlich beeindruckt war. Die Wiesn endet am Sonntag nach 191 Ausgaben.
Rubbel die nächste Story frei
Oktoberfest München Theresienwiese Polizei Sanitätsdienst Markus Söder Bierpreis
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Oktoberfest 2026 München: Junge Linke provoziert mit israelfeindlichen Parolen – FDP-Stadtrat geohrfeigt data-manual=titleDie Jugendorganisation der Linken fällt auf der Wiesn mit israelfeindlichen Parolen auf. Ein FDP-Stadtrat schreitet ein und wird körperlich attackiert. data-manual=googleTeaserText
Weiterlesen »
Oktoberfest: Drohnen-Verbotszone rund um Flughafen München missachtetHobby-Drohnenflieger missachten zum Oktoberfest die Verbotszone am Flughafen München. Es drohen Betriebsstörungen, Schadensersatz und Strafverfahren.
Weiterlesen »
München: Widerstand gegen Streichungen bei Regionalzügen zwischen München und Augsburg wächst data-manual=titleDie Bahn plant eine Ausdünnung der täglichen Zugverbindungen zwischen Schwaben und Oberbayern. In München befürchten Kritiker mehr Stau – denn auch auf der Straße droht ein problematischer Engpass. data-manual=googleTeaserText
Weiterlesen »
Nach Oktoberfest-Besuch in Dusche gekotzt: Paderborner setzen Hotel in München unter WasserBetrunken verstopfen zwei junge Paderborner die Dusche ihres Hotelzimmers und lassen das Wasser laufen - acht Stunden lang.
Weiterlesen »
