235.000 Euro Schadensersatz gefordert: Bankmitarbeiter (61) bekommt keine Aufgabe mehr zugeteilt

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235.000 Euro Schadensersatz gefordert: Bankmitarbeiter (61) bekommt keine Aufgabe mehr zugeteilt
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Nach 33 Jahren bei einer Bank sieht sich ein Mitarbeiter auf einen Posten ohne echte Aufgaben versetzt. Nun fordert er vor Gericht seine frühere Tätigkeit und Schadensersatz.

Bankmitarbeiter berichtet von leerem Schreibtisch Laut „La Nazione“ hatte der Mann zuvor mehrere Führungsaufgaben bei Monte dei Paschi di Siena übernommen. Im Juli 2025 teilte ihm sein Arbeitgeber einen neuen Posten in Grosseto zu.

Laut seiner Klage fehlten dort konkrete Aufgaben und Befugnisse. Er sieht darin eine unzulässige Herabstufung. Ein langjähriger Mitarbeiter der Bank Monte dei Paschi di Siena klagt in Grosseto gegen seine Versetzung und fordert Schadensersatz. Der 61-Jährige macht geltend, die erzwungene Untätigkeit habe auch seiner Gesundheit geschadet.

Seine Forderung umfasst deshalb neben finanziellen Schäden auch gesundheitliche Folgen. Die widerspricht seiner Darstellung. Auf eine Anfrage seines Anwalts erklärte sie laut „La Nazione“, die neuen Tätigkeiten entsprächen seiner beruflichen Einstufung. Ob die Versetzung rechtmäßig war und ein Schaden nachweisbar ist, muss das Gericht prüfen.

Für den Streit ist Artikel 2103 des italienischen Zivilgesetzbuchs relevant. Laut demdürfen Beschäftigte grundsätzlich Aufgaben erhalten, die ihrer bisherigen beruflichen Einstufung entsprechen. Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch Aufgaben einer niedrigeren Stufe möglich, etwa bei organisatorischen Änderungen im Unternehmen. Ein Wechsel auf einen anderen Posten ist also nicht schon deshalb rechtswidrig, weil er weniger Führungsverantwortung mit sich bringt.

Imago/David EbenerIn Deutschland dürfen Arbeitgeber Aufgaben und Arbeitsort nicht beliebig ändern. Nachder Gewerbeordnung müssen sie sich dabei an Arbeitsvertrag, Tarifvertrag und Betriebsvereinbarungen halten und die Interessen der Beschäftigten angemessen berücksichtigen. Das Bundesarbeitsgericht hat zudem entschieden, dass Arbeitnehmer eine unwirksame Versetzung gerichtlich prüfen lassen und vertragsgemäße Beschäftigung verlangen können. Ob das im Einzelfall möglich ist, hängt von der vereinbarten Tätigkeit und den Umständen der Versetzung ab. Für den Prozess in Italien gelten diese deutschen Regeln allerdings nicht.

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