Das Investitionsprogramm France 2030, das Bruno Bonnell verantwortet, soll Antworten auf künftige Herausforderungen liefern.
Der Gründer des Videospielherstellers Bruno Bonnell leitet das 54 Mrd. Euro schwere Investitionsprogramm France 2030.Das Modell einer Rakete, daneben ein Flugzeug und die Comicfiguren Pif und Hercule. Der Kaminsims im Büro von Bruno Bonnell im Pariser Sécrétariat général pour l’investissement gleicht einem bunten Sammelsurium. Und doch ist er Programm.
Verantwortlich für die Durchführung des Investitionsprogramms ist Bonnell. „Von den 54 Mrd. Euro, die dafür vorgesehen sind, sind bereits 31 Mrd. Euro genehmigt“, berichtet er im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Die Gelder verteilen sich auf 4.000 Projekte, an denen 5.500 Unternehmen beteiligt sind. „50% davon sind kleine Unternehmen“, sagt der frühere Chef und Gründer des Videospielherstellers Infogrames.
Das Investitionsprogramm unterstützt Projekte aus fünf Oberkategorien: Gesundheit, Dekarbonisierung, digitale Unabhängigkeit, wozu künstliche Intelligenz und Cybersicherheit gehören, sowie Innovationen, die neue Grenzen eröffnen, beispielsweise im All, der Quantenphysik oder auf dem Grund der Tiefsee. Unter dem Oberbegriff Kenntnisse wiederum sind Projekte aus den Bereichen Bildung und Kultur zusammengefasst.
Allein auf KI-Projekte entfallen bereits jetzt fast 2,5 Mrd. Euro. Die noch nicht gebundenen 24 Mrd. Euro dürften helfen, weiter massiv in Unternehmen aus diesem Bereich zu investieren. KI habe für Frankreich strategische Priorität, betonte Präsident Macron gerade erneut, als er die Startupmesse Vivatech in Paris besuchte und dort die Gewinner einer Ausschreibung von France 2030 bekannt gab.
Da Frankreich damals noch von den großen Programmen der früheren Jahrzehnte wie dem TGV, der Concorde und den Atomkraftwerken gezehrt habe, sei zunächst nicht aufgefallen, dass das ein Fehler war. Ende 2012 dann bedauerte der frühere Airbus-Chef Louis Gallois in einem im Auftrag der Regierung erstellten Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs, dass der Anteil der Industrie an der Wertschöpfung von 18% im Jahr 2000 auf 12,5% gesunken sei.
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