Ein Jahr nach dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 gibt es in Deutschland Gedenkveranstaltungen und Gegenproteste gegen Antisemitismus.
Am 7. Oktober 2023 begann das Hamas -Massaker im Süden Israels, bei dem israelische Zivilisten getötet und entführt wurden. Bereits während der Tat feierten in Berlin Palästinenser das Abschlachten und verteilten Süßigkeiten an Passanten. Seitdem gehen Woche für Woche Israel-Hasser auf die Straße, darunter Linke, Islamisten, Feministen und Gruppen wie Queers for Palestine, die Israel des Genozids und Kindermords beschuldigen. Sie stören sich nicht an Fahnen von Terrororganisationen oder des iranischen Mullah-Regimes, auch nicht nachdem das Regime im Januar in nur zwei Nächten Zehntausende Menschen tötete, die Freiheit wollten.
Pro-palästinensische Proteste und ihre Parolen
Auch am 7. Oktober dieses Jahres soll die Terrorverherrlichung weitergehen. Ein Demo-Aufruf am Schlesischen Tor in Kreuzberg ruft zur totalen Befreiung auf, was die Vernichtung des jüdischen Staates bedeutet. Die Veranstalter verherrlichen den 7. Oktober, fordern die Abschaffung des Staates Israel und wollen dies am kommenden Mittwoch zeigen. Der Aufruf zeigt einen Bulldozer, der den Zaun von Gaza nach Israel durchbricht, den Auftakt des Blutbads.
Woche für Woche dämonisieren diese Gruppen Israel und feiern das iranische Regime der Mullahs, wie am 19. September in Berlin-Schöneberg. Diese Proteste finden in vielen deutschen Städten statt und verbreiten antisemitische Parolen.
Die Stimmung ist aufgeheizt, und jüdische Gemeinden fühlen sich zunehmend bedroht. Die Polizei ist bei diesen Demonstrationen im Einsatz, um Ausschreitungen zu verhindern.
Christen an der Seite Israels
Doch es gibt auch Gegenwehr, etwa von den Christen an der Seite Israels (CSI e.V.). Der Verein macht seit Samstag mit einem beleuchteten Lkw auf den wachsenden Judenhass aufmerksam und fährt damit durch mehrere Großstädte, auch in Problemviertel. Wir halten es für eine demokratische und christliche Pflicht, dem Hass auf der Straße etwas entgegenzusetzen, sagt Mitarbeiterin Judith Kresse (42). Darum wollen wir sichtbar an dieses Massaker erinnern. Der monströse 7. Oktober war ein barbarischer Angriff auf das christlich-jüdische Menschenbild.
Der LED-Truck fährt seit Samstag durch mehrere deutsche Städte, um ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Die Aktion soll die Öffentlichkeit sensibilisieren und zum Nachdenken anregen.
In vielen deutschen Städten sind für Mittwoch Kundgebungen und Mahnwachen geplant, um an den Jahrestag zu erinnern. Eine der größten Veranstaltungen unter dem Motto Niemals vergessen. Niemals schweigen ruft ein Bündnis verschiedener Organisationen zum Berliner Bebelplatz auf. Dort wird Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) die Eröffnungsrede halten.
Gedenkveranstaltungen und Ausstellung
Außerdem erinnert eine Ausstellung im Bundestag an den 7. Oktober. Die Ausstellung ist publikumsoffen nach Anmeldung unter https://733ausstellung.de. Sie dokumentiert die Ereignisse und die Folgen des Massakers.
Die Gedenkveranstaltungen sollen ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen und der Opfer gedenken. Sie zeigen, dass ein Großteil der Gesellschaft solidarisch mit Israel und jüdischen Menschen steht.
Die Polizei hat für die Veranstaltungen Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Es wird erwartet, dass Tausende Menschen an den Mahnwachen teilnehmen.
Die Ereignisse vom 7. Oktober 2023 haben in Deutschland zu einer intensiven Debatte über Antisemitismus und den Umgang mit pro-palästinensischen Protesten geführt. Viele fordern ein härteres Vorgehen gegen antisemitische Parolen.
Die Bundesregierung hat ihre Solidarität mit Israel bekundet und betont, dass Antisemitismus in Deutschland keinen Platz hat. Die Gedenkveranstaltungen am Mittwoch sollen dies unterstreichen.
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