London rüstet sich für das »Jubilee« von Königin Elizabeth II. Ihr Sohn Prinz Charles, mit 73 Jahren ewiger Thronfolger im Wartestand, hat bereits beim Tanztee geübt.
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Ab diesem Donnerstag will Großbritannien vier Tage lang seine Königin feiern, die seit 70 Jahren auf dem Thron sitzt. Queen Elizabeth II. stellt sich wie immer tapfer ihren Verpflichtungen – auch wenn die 96-Jährige zuletzt verständlicherweise weniger belastbar schien. Rund um den Buckingham-Palast geht es seit Tagen sehr geschäftig zu. Riesige »Union Jacks«, britischen Flaggen, säumen den breiten Boulevard vor dem Palast, »God Save the Queen« und britische Popklassiker schallen aus den Boxen, die Soundchecks sind in vollem Gange. Im St. James's Park sind riesige Stromgeneratoren aufgebaut, Helfer in neonfarbener Warnkleidung laufen hin und her, selbst an Baustellengerüsten flattern rot-blau-weiße Fähnchen.
Die seit Langem geplanten Feierlichkeiten fallen in eine Zeit, in der Großbritannien Kämpfe auszufechten hat. Die britische Regierung ist bestrebt, in der westlichen Reaktion auf Russlands Krieg gegen die Ukraine eine prominente Rolle einzunehmen. Gleichzeitig steigen die Energie- und Lebensmittelpreise in der Heimat immens und stellen viele Briten vor finanzielle Probleme.
In einer Umfrage gaben gerade knapp 40 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger an, die Monarchie sei ein Luxus, den sich das Land eigentlich gar nicht leisten könne. Und dann wäre da noch Skandal-Premier Boris Johnson, dem ein Untersuchungsbericht zur »Partygate«-Affäre kürzlich Führungsversagen und schwere Verfehlungen in der Downing Street vorwirft.