Die 90/90-Regel hilft beim Ausmisten des Kleiderschranks: Gegenstände, die 90 Tage ungenutzt blieben und es weitere 90 Tage bleiben, kommen auf den Prüfstand.
Die 90/90-Regel hilft beim Ausmisten des Kleiderschrank s: Wer jetzt die Sommerkleidung wegräumt und Pullover, Jacken sowie Stiefel hervorholt, kann mit einer einfachen Methode ungenutzte Dinge erkennen und bewusster entscheiden, was bleiben soll.
Die 90/90-Regel einfach erklärt
Das Prinzip ist simpel: Für jeden Gegenstand werden zwei Fragen gestellt. Wurde er in den vergangenen 90 Tagen benutzt oder getragen? Und wird er voraussichtlich in den kommenden 90 Tagen benutzt oder getragen?
Lautet die Antwort auf beide Fragen Nein, gerät das Teil auf den Prüfstand. Gerade bei Kleidung lässt sich die Regel leicht anwenden.
Ein Sommerkleid, das in den vergangenen drei Monaten nicht getragen wurde und auch in den nächsten drei Monaten kaum zum Einsatz kommen wird, gehört zu den Kandidaten. Das gilt auch für Jeans, die seit Monaten ungetragen im Schrank liegen.
Anwendung im Kleiderschrank
Dabei geht es nicht darum, möglichst viel wegzuwerfen. Die Methode soll helfen, den eigenen Besitz mit dem tatsächlichen Alltag abzugleichen.
Der Wechsel von Sommer auf Herbst bietet dafür einen passenden Zeitpunkt, weil beim Umsortieren schnell sichtbar wird, welche Kleidungsstücke tatsächlich genutzt wurden.
Die Regel ist jedoch keine starre Vorschrift. Es gibt Gegenstände, die selten gebraucht werden und trotzdem sinnvoll sind.
Dazu gehören etwa ein elegantes Kleid für besondere Anlässe, eine Skijacke oder ein hochwertiger Mantel. Auch Erinnerungsstücke lassen sich nicht immer nach einem 90-Tage-Muster bewerten.
Besonders interessant wird die Methode bei den typischen Vielleicht-irgendwann-Stücken. Sie beanspruchen oft Platz, obwohl sie über lange Zeit kaum beachtet werden.
Die Regel in anderen Bereichen
Die 90/90-Regel beschränkt sich nicht auf Kleidung. Sie kann auch in der Küche helfen, selten genutzte Geräte oder spezielle Backformen zu hinterfragen.
Im Badezimmer lässt sich prüfen, welche Pflegeprodukte tatsächlich verwendet werden. Selbst im Homeoffice können alte Notizbücher oder ungenutztes Zubehör aussortiert werden.
So entsteht mehr Übersicht im Haushalt, ohne dass die Methode feste Vorgaben macht. Der Fokus liegt auf den Dingen, die tatsächlich genutzt werden.
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