Accell Group Insolvenz: Rund 60 Kaufinteressenten für Fahrradmarken

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Accell Group Insolvenz: Rund 60 Kaufinteressenten für Fahrradmarken
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Nach der Insolvenz der Accell Group gibt es rund 60 Kaufangebote für Marken wie Haibike, Ghost und Winora. Die Verwalter wollen den Konzern als Ganzes verkaufen.

Die Insolvenz der niederländischen Accell Group hat eine große Zahl von Kaufinteressenten auf den Plan gerufen. Rund 60 Kaufangebote liegen für die Fahrradmarken Haibike, Ghost, Winora, Koga, Lapierre, Babboe und Raleigh vor. Ursprünglich hatten sogar 103 Interessenten Einblick in die Unternehmensdaten erhalten. Accell bezeichnet sich selbst als europäischen Marktführer im Bereich E-Bikes und als zweitgrößten Anbieter von Fahrradteilen und Zubehör.

Hintergrund der Accell Insolvenz

Die Insolvenz der Accell Group hat ihre Ursachen in der Entwicklung nach dem Corona-Boom. Während der Pandemie war die Nachfrage nach Fahrrädern stark gestiegen, doch danach brachen die Verkäufe ein. Die Folge waren volle Lager und eine Zahlungsunfähigkeit des Fahrradriesen. Zum Zeitpunkt der Insolvenz beschäftigte die Accell Group weltweit rund 1900 Mitarbeiter. Wie viele Arbeitsplätze erhalten bleiben, hängt vom laufenden Verkaufs- und Sanierungsprozess ab.

Auswirkungen auf deutsche Tochtergesellschaften

In Deutschland sind rund 370 Beschäftigte bei Accell Germany, Winora Staiger, Ghost-Bikes und Engelbert Wiener Bike Parts direkt von den Insolvenzverfahren betroffen. Auch diese deutschen Tochtergesellschaften suchen nach eigenen Angaben nach Lösungen. Ein Sprecher der Kanzlei Grub Brugger, die die deutschen Tochtergesellschaften als Sanierungsexperten unterstützt, erklärte gegenüber BILD, es liefen zahlreiche Verhandlungen und die Lage ändere sich ständig. Zum 1. November 2026 wird die Eröffnung des Insolvenzverfahrens der deutschen Unternehmen erwartet.

Verkaufsstrategie und laufender Betrieb

Die Verwalter verfolgen das Ziel, den Konzern nicht auseinanderzureißen, sondern als Ganzes oder in größeren Einheiten zu verkaufen. Um die Bestände nicht zu Schleuderpreisen abgeben zu müssen, läuft der Verkauf weiter über die bestehenden Vertriebswege. Derzeit halten 65 Mitarbeiter in den Niederlanden das Geschäft am Laufen, nachdem dort zuvor 344 beschäftigt waren. Zum Inventar gehören Waren mit einem Buchwert von rund 47,8 Millionen Euro sowie Zubehör im Wert von 38,6 Millionen Euro. Bei den Interessenten wird nun aussortiert. Öffentlich genannt werden vor allem zwei Bewerber: Quanta Capital aus Irland und DuTech Holdings.

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