AfD erreicht 30 Prozent in Insa-Umfrage, Union fällt auf 18 Prozent

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AfD erreicht 30 Prozent in Insa-Umfrage, Union fällt auf 18 Prozent
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Die AfD klettert im Sonntagstrend auf 30 Prozent, während die Union mit 18 Prozent einen neuen Tiefstwert erreicht. Auch die Zufriedenheit mit Merz und der Regierung sinkt auf Rekordtiefen.

Die AfD setzt ihren Höhenflug nach den Erfolgen bei den Landtagswahlen fort und erreicht im aktuellen Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Insa erstmals 30 Prozent. Die Union aus CDU und CSU verliert einen weiteren Punkt und kommt nur noch auf 18 Prozent – der schlechteste Wert, den Insa jemals für die Union gemessen hat. Der Vorsprung der AfD beträgt damit zwölf Prozentpunkte.

AfD legt weiter zu, Union stürzt ab

Die von Alice Weidel und Tino Chrupalla geführte AfD klettert um einen Punkt auf 30 Prozent. Die Union fällt auf 18 Prozent und markiert damit einen neuen Tiefststand in der Insa-Historie. Der Abstand zwischen beiden Parteien wächst auf zwölf Prozentpunkte.

Das BSW legt einen Punkt zu und erreicht vier Prozent, womit es mit der FDP gleichzieht, die ebenfalls bei vier Prozent verharrt. Beide Parteien würden den Einzug in den Bundestag verpassen. Die sonstigen Parteien kommen unverändert auf sechs Prozent.

Für den Sonntagstrend befragte Insa vom 28. September bis 2. Oktober 2026 insgesamt 1202 Personen. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet, da nachlassende Parteibindungen und kurzfristigere Wahlentscheidungen die Gewichtung erschweren.

Schwierige Regierungsbildung ohne die AfD

Die Werte der neuen Umfrage bestätigen, dass eine Regierungsbildung ohne die AfD außerordentlich schwierig würde. Da insgesamt 14 Prozent der Stimmen auf Parteien entfallen, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern würden, sind rechnerische Mehrheiten bereits mit mehr als 43 Prozent möglich.

Union und SPD kommen zusammen nur noch auf 32 Prozent und damit nicht einmal mehr auf ein Drittel der Wähler. Auch ein Bündnis aus Grünen, SPD und Linkspartei würde mit zusammen 38 Prozent keine parlamentarische Mehrheit erreichen. Möglich wäre demnach eine Kenia-Koalition aus CDU/CSU, Grünen und SPD, die auf 46 Prozent käme. AfD und Union erreichen zusammen 48 Prozent. Eine Zusammenarbeit mit den Rechten schließen Merz und die Union aber nach wie vor aus.

Die Fraktionsspitze der Union fordert gerade eine neue Strategie gegen die AfD. Sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schaltete sich ein.

Zufriedenheit mit Merz und Regierung auf Tiefstwert

Auch bei der Frage nach der Zufriedenheit der Wählerinnen und Wähler fallen Merz und seine Bundesregierung nach einer Woche voller Querelen um Pflegereform, Einkommenssteuer sowie Zuckersteuer auf neue Tiefstwerte. Für diese Umfrage interviewte Insa vom 1. bis 2. Oktober 2026 insgesamt 1001 Personen.

Nur noch 15 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit von Merz zufrieden – ein Punkt weniger als bei der letzten Erhebung Anfang September. 79 Prozent sind unzufrieden, ein Anstieg um zwei Punkte.

Für die Bundesregierung sieht es ähnlich aus: Nur 14 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden, drei Punkte weniger als Anfang September und ebenfalls der niedrigste jemals von Insa gemessene Wert. 79 Prozent sind mit der Arbeit der Regierung unzufrieden, ein Plus von einem Punkt.

Insa-Chef Hermann Binkert sagte der Zeitung, Union und SPD würden diesen Negativtrend nicht mehr substanziell drehen können.

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