Heute vor zehn Jahren hat Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt erklärt - für die meisten völlig überraschend.
Viele dachten an einen Faschingsscherz, als vor zehn Jahren die Nachricht um die Welt ging: Der Papst ist zurückgetreten. Schließlich war dieser 11. Februar 2013 ein Rosenmontag. Und auch im Vatikan trauten viele Kardinäle ihren Ohren nicht, als Benedikt XVI. ihnen verkündete, dass seine Kräfte für die weitere Amtsausübung nicht mehr ausreichten. Manche verstanden die Botschaft nicht auf Anhieb: Der Papst sprach auf Latein.
Es seien nur sehr wenige Kollegen im Pressesaal gewesen, erzählt sie, "weil sich wirklich niemand dafür interessierte, das Medieninteresse an diesem Konsistorium war wirklich sehr gering". Ein Konsistorium ist die Versammlung der Kardinäle, die sich gerade in Rom befinden. Bei dem Treffen mit Papst Benedikt am 11. Februar ging es um Heiligsprechungen. Routine. Dann bat Benedikt die Herren noch ein bisschen zu bleiben, weil er ihnen etwas Wichtiges mitzuteilen habe.
Was für ein Zufall, dass Giovanna in der Schule Latein hatte. Und, dass sie sich vor zig Jahren schon einmal mit dem Rücktritt von Bischöfen beschäftigt hatte und deshalb zumindest die Schlüsselwörter auf Latein kannte. Ihre Agenturmeldung zum Papst-Rücktritt kam noch vor der offiziellen Pressemitteilung.
Die ersten möglichen Nachfolgekandidaten wurden schon am Tag des Rücktritts genannt: Allen voran Kardinal Angelo Scola, Erzbischof von Mailand. Mal wieder ein Italiener – theologisch auf einer Linie mit seinen Vorgängern. Oder Kardinal Marc Ouellet aus Kanada, der Papst aus der Neuen Welt? Nur einen hatte damals niemand auf dem Schirm, einen gewissen Kardinal Jorge Mario Bergoglio aus Buenos Aires. Alias Papst Franziskus.
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