Heizkostenverteiler: Nicht fernablesbare Zähler müssen bis 31. Dezember 2026 raus. Wann Mieter die Heizkosten um 3 Prozent kürzen dürfen.
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert. Ein Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip: Bei der Ablesung werden die Röhrchen mit Messflüssigkeit von Hand getauscht. Solche Geräte müssen bis 31.
Dezember 2026 durch fernablesbare Zähler ersetzt werden. So sehen Sie häufiger Artikel von Berliner-Zeitung.de in ihren Google Ergebnissen Ein kleines Glasröhrchen mit Flüssigkeit, eingeklemmt in ein Plastikgehäuse am Heizkörper: In vielen älteren Mietshäusern misst so ein Verdunster bis heute, wie viel geheizt wird. Jetzt, wo diewieder laufen, zählt er seinen letzten Winter: In knapp drei Monaten ist seine Zeit abgelaufen. Bis zum 31.
Dezember 2026 müssen alle Heizkostenverteiler und Wärmezähler fernablesbar sein. Geräte, die das nicht können, muss der Vermieter nachrüsten oder austauschen. So schreibt esDie Frist betrifft jedes Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung, egal ob dort Gas, Fernwärme oder eine Wärmepumpe die Wärme liefert. Für Häuser mit Wärmepumpe gilt zusätzlich eine Regel, die viele Mieter noch nicht kennen.
Fernablesbar heißt: Der Ableser muss nicht mehr in die Wohnung. Die Werte werden per Funk übertragen, etwa wenn ein Mitarbeiter am Haus vorbeigeht oder automatisch über ein Gateway. Ausnahmen lässt die Verordnung nur zu, wenn die Umrüstung technisch unmöglich oder wirtschaftlich unzumutbar ist. Ein vergessener Termin beim Messdienst zählt nicht dazu.
Hängt nach Silvester pflichtwidrig noch ein altes Gerät am Heizkörper, dürfen Mieter ihren Anteil an den Heizkosten um 3 Prozent kürzen. Das regelt Paragraf 12 der Verordnung. Wer bereits fernablesbare Zähler hat, bekommt außerdem ein Recht auf monatliche Verbrauchsinformationen, per App, Online-Portal oder Brief. Schickt der Vermieter sie nicht, sind weitere 3 Prozent Abzug möglich.
Den Einbau organisiert der Vermieter. Die Miete für die Messgeräte darf er aber als Betriebskosten auf die Mieter umlegen. Ein Blick in die nächste Nebenkostenabrechnung zeigt, was das Haus dafür zahlt. Lange durften Vermieter den Strom einer zentralen Wärmepumpe einfach nach Wohnfläche verteilen.
Wer kaum heizte, zahlte so viel wie der Nachbar, bei dem das Thermostat den ganzen Winter auf fünf steht.erläutert. Für bestehende Häuser lief eine Übergangsfrist bis 30. September 2025. Seitdem gilt wie bei jeder Zentralheizung: Mindestens 50 und höchstens 70 Prozent der Kosten werden nach dem gemessenen Verbrauch verteilt, der Rest nach Wohnfläche.
Die Anzeige im Display der Wärmepumpe reicht als Messgrundlage nicht, betont der MessdienstleisterDie Pflicht greift erst für den Abrechnungszeitraum, der nach dem Einbau der Zähler beginnt. Rechnet das Haus nach Kalenderjahr ab, ist 2026 das erste Jahr mit echten Verbrauchswerten. Die passende Abrechnung landet dann im Laufe des Jahres 2027 im Briefkasten. Wer sparsam heizt, kann dort zum ersten Mal sehen, dass sich das lohnt.
Rechnet der Vermieter trotz Pflicht weiter pauschal ab, dürfen Mieter ihren Anteil um 15 Prozent kürzen. Entfallen auf eine Wohnung 1.200 Euro Heizkosten nach Fläche, sind das 180 Euro. Fehlt zusätzlich die fernablesbare Technik, kommen die 3 Prozent obendrauf. Die Kürzungsrechte addieren sich.
Entscheidend ist eine Zeile: Weist die Abrechnung einen eigenen Verbrauchswert für Ihre Wohnung aus? Steht dort nur die Wohnfläche, stimmt etwas nicht. Mieter können dann Einsicht in die Belege verlangen. Wer Geld einbehalten will, sollte die Kürzung schriftlich begründen und sich vorher beim Mieterverein beraten lassen. Ein Fehler beim Abzug kann sonst teurer werden als die Ersparnis.
Rubbel die nächste Story frei
Deutschland Neuesten Nachrichten, Deutschland Schlagzeilen
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.
Aufzug seit Wochen kaputt - Mieter eines Bochumer Hochhauses sind sauerSeit August ist der Aufzug eines 13-Stockwerke-Hauses in Bochum defekt. Einige Mieter haben das Haus seit Wochen nicht verlassen.
Weiterlesen »
Deutsche Bahn saniert Strecke Berlin-Lehrte: 14 Monate Sperrung bis Dezember 2027Die Deutsche Bahn sperrt die 230 Kilometer lange Strecke Berlin-Lehrte für 14 Monate bis Dezember 2027. Fernzüge werden über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet, Pendler müssen mit längeren Fahrzeiten rechnen.
Weiterlesen »
4 geniale DIY-Ideen für alte Strumpfhosen, dank denen du dich über die nächste Laufmasche freustEntdecke vier kreative DIY-Ideen, um alte Strumpfhosen neu zu nutzen – cleveres Upcycling für Mode, Haushalt und kreative Projekte.
Weiterlesen »
EZB-Zinsen: Weitere Anhebung im Dezember erwartetFrankfurt (www.anleihencheck.de) - Auf ihrem September-Zinsentscheid hat sich die EZB etwas hawkisher positioniert als erwartet, so die Analysten der DekaBank.Die Anhebung der Leitzinsen um 25 Basispunkte
Weiterlesen »
