Europas Aktienmärkte steuern auf Erholungskurs. Dabei geben Symrise und Givaudan die Richtung vor. Rückenwind geben die sinkenden Ölpreise. Der BASF-Aktie hilft das allerdings nicht.
Europas Aktienmärkte steuern auf Erholungskurs. Dabei geben Symrise und Givaudan die Richtung vor. Rückenwind geben die sinkenden Ölpreise. Der BASF-Aktie hilft das allerdings nicht.
Laborarbeit bei Symrise: J.P. Morgan traut dem Unternehmen eine erfolgreiche Entwicklung zu. Die Aktie von Symrise steigt. Mit guten Vorgaben im Rücken haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag zugelegt.
Das vorläufige Ende der gegenseitigen Angriffe von Israel und Iran stützte etwas.
„Auch wenn ein Friedensvertrag zwischen Washington und Teheran vorerst Wunschdenken bleibt, setzen die Märkte darauf, dass die Spannungen nicht auf eine neue Eskalationsstufe gehoben werden“, stellte Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research, fest. Dies zeigte sich auch in den gesunkenen Ölpreisen. Der Euro Stoxx 50 gewann bis zum Mittag 1,0% auf 6.123 Punkte. Der Dax rückte um 0,8% auf 24.801 Zähler vor.
Außerhalb des Euroraums kletterte der Schweizer SMI um 0,5% auf 13.382 Punkte, während der britische FTSE 100 um 0,4% auf 10.333 Punkte sank. Hier bremsten Verluste von Öl- und Pharmawerten den Gesamtmarkt. Zu den Gewinnern gehörten die Halbleiterwerte. Sie folgten damit den starken Vorgaben der Wall Street und aus Asien.
Anleger nutzen die zuletzt gefallenen Kurse zum Einstieg.
„Aktuell spricht vieles dafür, dass die Geschwindigkeit der Künstlichen-Intelligenz-Entwicklung weiterhin unterschätzt wird“, betonte Analyst Hagen Ernst vom Vermögensverwalter DJE Kapital. Solange die verfügbaren Kapazitäten nicht ausreichten, geht er von einem anhaltenden Trend aus – mit den größten Engpässen bei Speicherchips.mit einem Aufschlag von 6,3% hervor. Die Deutsche Bank hatte das Kursziel von 3.000 auf 3.300 sfr angehoben und die Aktien von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft. Die Nachfrage bleibe solide, so Analystin Virginie Boucher-Ferte.
Die US-Bank J.P. Morgan hatte den Wert zudem unter „Positive Catalyst Watch“ eingeordnet.kräftig an. Mit plus 5,1% waren sie der Top-Wert im Dax und sprangen über die 21-Tageslinie zurück. J.P.
-Morgan-Analyst Edward Hockin blickt optimistisch auf die Ende Juli anstehenden Zahlen zum zweiten Quartal. Er rechnet mit einer Belebung des organischen Umsatzwachstums auf 3%. Der Hersteller von Aromen und Duftstoffen profitiere von einer günstigeren Vergleichsbasis und einer soliden Entwicklung in den Geschäften rund um Parfüm sowie Lebensmittel und Getränke.1,5% ein. Angesichts des rasanten Wachstums chinesischer Konkurrenten und erwarteter Mega-Fusionen im Nahen Osten stellt sich BASF-Chef Markus Kamieth auf den Verlust der weltweiten Marktführerschaft ein.
Der Chemiekonzern werde seinen Spitzenplatz beim Umsatz auf absehbare Zeit einbüßen, doch „Größe per se ist für uns kein Ziel“, sagte Kamieth am Montagabend vor dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten.
„Wir werden vielleicht nicht mehr das größte Unternehmen der Welt sein, da werden uns andere in der schieren Größe überholen. Aber wir werden eines der werthaltigsten Unternehmen in unserer Branche bleiben.
“mit der milliardenschweren Übernahme des US-Biotechunternehmens Nuvalent Nach Ansicht der Analysten der Investmentplattform Hargreaves Lansdown stärkt GSK mit dem Zukauf seine Stellung im Bereich zielgerichteter Krebstherapien und erweitert zugleich seine Wirkstoffpipeline. Aus Sicht der UBS bietet Nuvalent zwei weit vorangetriebene Wirkstoffkandidaten gegen verschiedene Lungenkrebsvarianten, die noch vor 2030 einen Umsatz- und Ergebnisbeitrag liefern könnten.
Angekündigte Anleihe-Emissionen belasteten die Aktien von Evonik und K+S. Letztere fielen um 2,9% nach der Mitteilung, dass der Düngemittelkonzern die Ausgabe einer Wandelanleihe im Nennwert von etwa 300 Mill. Euro plant. Sie unterschritten damit erstmals seit Mitte Januar wieder die 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend. Die-Papiere büßten 3,4% ein.
Der Großaktionär des Spezialchemiekonzerns, die RAG-Stiftung, will eine neue Umtauschanleihe mit einem Gesamtnennbetrag von rund 375 Mill. Euro begeben, die dann von Investoren in bestehende Stammaktien von Evonik umtauschbar sein soll. Nach den Verlusten zum Wochenauftakt hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag zunächst weitgehend behauptet. Die Anleger agieren jedoch vorsichtig.
Nach den starken Verlusten der Vorwoche waren die Halbleiterwerte am Montag um eine Stabilisierung bemüht. Die Titel zeigten sich spürbar im Plus. Stark unter Druck geriet an der Börse der Chemiesektor. Die zinssensiblen Immobilienaktien und die Reisewerte gaben ebenfalls nach.
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