Andrew Bailey fürchtet Schocks an den Finanzmärkten, die eine Neubewertung von KI nach sich ziehen könnte. Den britischen Finanzstabilitätshütern macht die Schuldenfinanzierung der KI-Investitionen Sorgen.
Andrew Bailey fürchtet Schocks an den Finanzmärkten, die eine Neubewertung von KI nach sich ziehen könnte. Den britischen Finanzstabilitätshütern macht die Schuldenfinanzierung der KI-Investitionen Sorgen.picture alliance / PA Images | Doug PetersDer Gouverneur der Bank of England, Andrew Bailey, hat mit Blick auf die enormen Investitionen in KI vor möglichen Schocks an den Finanzmärkten gewarnt.
Die Notenbank beobachte das Geschehen sehr sorgfältig.
„Es könnte irgendwann zu einer Korrektur der Vermögenspreise kommen“, sagte er derdem Sender. „Aber wenn man in die Vergangenheit zurückblickt, war nicht jeder ein Gewinner. “ Nicht Google sei der erste Marktführer bei der Internetsuche gewesen sondern Netscape. Aber an Netscape erinnere sich heute keiner mehr.
„Wir sind auf die Tatsache vorbereitet, dass ein paar Schocks auf die Märkte zukommen werden und wir damit umgehen müssen,“ sagte der Notenbankchef. „Wir müssen sicherstellen, dass das System widerstandsfähig ist. “der Notenbank zu entnehmen ist, werden KI-Investitionen zunehmend mit Schulden finanziert. Ein Trend, der aus Sicht der Verfasser noch stärker werden dürfte.
Die weltweiten Emissionen solcher Bonds habe ein höheres Volumen erreicht als die Emissionstätigkeit von Ländern wie Großbritannien. Morgan Stanley habe die KI-Emissionen weltweit per Anfang September auf 450 Mrd. Dollar beziffert. Das sei das Doppelte des Vorjahreswerts.
J.P. Morgan gehe davon aus, dass zwischen 2026 und 2030 KI-Investitionen im Volumen von 4,1 Bill. Dollar durch Schuldentitel finanziert werden. Das Financial Policy Committee geht davon aus, dass Private Markets eine zunehmende Rolle bei der Finanzierung von KI-Investitionen spielen werden.
Morgan Stanley gehe davon aus, dass zwischen 2026 und 2028 Rechenzentrumsinvestitionen von 700 Mrd. Dollar durch Privatkredite finanziert werden.
„Die Kombination von zunehmender Verschuldung, Undurchsichtigkeit und Kreislauf-Arrangements, die mit solchen Finanzierungen in Zusammenhang gebracht werden können, könnten die Bewertung von Risiken erschweren und die Verluste vergrößern, wenn Erwartungen enttäuscht werden“, heißt es im Protokoll der jüngsten Sitzung.führen werden“, mahnen die britischen Finanzstabilitätshüter. „Eine Neubewertung dieser Erwartungen könnte deshalb nicht nur die Bewertungen von Vermögenswerten mit KI-Bezug betreffen, sondern auch die Märkte für Staatsanleihen.
“ Ein weiteres Thema für das Komitee, aber auch für Bailey waren die Entwicklungen rund um hochentwickelte neue KI-Modelle . Die jüngstenbei den KI-Entwicklern hätten gezeigt, „dass zunehmend autonome Modelle unerwartet Handlungen vornehmen könnten, die über die ihnen gestellte Aufgabe hinausgehen, etwa Schwächen ausnutzen und sich Zugang zu Systemen verschaffen“, notiert das Komitee. Die Einhegung, Überwachung und Governance solcher Modelle könnte mit den wachsenden Fähigkeiten der KI immer schwieriger werden.rigorose Tests solcher KI-Modelle, vor und nach Einführung.
Früher oder später könnte sich ein formelleres Regulierungsmodell herausbilden.
„Aber Regulierung ist aus meiner Sicht nicht das, womit man anfangen sollte“, schreibt Bailey. Erst müsse man verstehen, testen und glaubwürdige Interventionspunkte festlegen. Die US-Regierung fordert von Deutschland und Frankreich laut Insidern die Freigabe ihrer Dieselreserven und stellt andernfalls einen Exportstopp in Aussicht. Präsident Donald Trump wolle so vor den Zwischenwahlen die Kraftstoffpreise senken.
Berlin mahnt koordinierte Lösungen an. In Japan hellt sich die Stimmung in der Großindustrie zum sechsten Mal in Folge auf. Trotz des Arbeitskräftemangels verschärft die Regierung jedoch die Anforderungen an Ausländer für dauerhafte Aufenthaltsgenehmigungen. Die SNB muss ihre Nullzinspolitik zunehmend rechtfertigen: Die steigende Teuerung und ein negativer Geldmarktsatz nähren Erwartungen an eine Wende im Dezember.
Lula oder Bolsonaro: Wer am 25. Oktober die Stichwahl gewinnt, muss sich Mehrheiten in einem stark fragmentierten Parlament teuer erkaufen. Das hemmt Reformen in einem Land, dessen Haushalt zu rund 90% aus Pflichtausgaben besteht und dessen Wachstum nachlässt. Nach langem Zögern konkretisiert Südkorea die vor knapp einem Jahr zugesagten „strategischen“ Investitionen in den USA.
Seoul widerspricht jedoch Präsident Trump bei einem Erdgasprojekt in Alaska. Die Industrie im Euroraum ist besser gestimmt als gedacht, das Wachstum breit basiert. Die Einkaufsmanagerumfrage deutet zudem ein Ende der Jobverluste an.
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