Er werde »die Juden sein Leben lang hassen«, hat der Vizepräsident des Berliner Amateurvereins CFC Hertha 06 geäußert. Ein solcher Satz muss Konsequenzen haben, fordert der Berliner Fußballverband.
Nach Antisemitismus-Vorwürfen wird der Berliner Fußball-Verband gegen den Vizepräsidenten des CFC Hertha 06, Ergün Cakir, vorgehen. Der BFV bereite die Einleitung eines sportgerichtlichen Verfahrens vor, hieß es in einer Mitteilung.
»Die von Ergün Cakir getroffenen Äußerungen sind aus Sicht des Berliner Fußball-Verbands völlig inakzeptabel und nicht mit den in der Satzung verankerten Werten vereinbar. Die Einleitung eines sportgerichtlichen Verfahrens auf Antrag des Präsidiums ist daher die folgerichtige Konsequenz«, erklärte Verbandspräsident Bernd Schultz.Bei einem A-Jugendspiel zwischen Hertha 06 und dem TuS Makkabi war es am 13.
Cakir hatte in dem Beitrag zudem gesagt: »Wenn man mit jemanden reden will, da gibt es keinen, mit dem man sich hinsetzen kann und reden kann, sondern die sagen von vornherein: Wir sind Juden, wir haben das Recht, wir können alles machen, was wir wollen. Was mich enttäuscht von den Deutschen, dass die da mitspielen.
Am Montag bat der CFC-Vizepräsident laut Mitteilung beim BFV um Entschuldigung »für das Verhalten der sanktionierten Spieler und gestand Fehler in Bezug auf seine Äußerungen ein«. Im Zuge des sportgerichtlichen Verfahrens werde auch überprüft, ob der CFC Hertha 06 bereit sei, nachhaltige Schritte zur Bekämpfung von Antisemitismus aufzunehmen, sagte BFV-Chef Schulz.
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