Exklusiv: Der Einsatz ausländischer Pflegekräfte führt in Kliniken oft zu Konflikten mit dem angestammten Personal. Eine Studie zeigt, dass die Neuen häufig fachlich nicht akzeptiert werden.
Doch statt die umfangreiche medizinische Vorerfahrung der neuen Kollegen anzuerkennen und ihre Erfahrungen zu nutzen, teilten ihnen die deutschen Kliniken erst einmal besonders simple Aufgaben zu. So beschreibt ein Krankenhausmitarbeiter die Einarbeitung ausländischer Pflegekräfte so:"Zuerst mal fangen wir an, einfach Körperpflege und Betten machen, das ganz einfache Zeug".
Die Fehleinschätzung auf beiden Seiten führe auch dazu, dass sich die Konflikte auch dann nicht auflösten, wenn die neuen Kollegen die deutsche Sprache beherrschen. Die Pfleger fänden zwar mit der Zeit einen pragmatischen Umgangston,"obgleich die Beziehungsstruktur aus Rivalität und Abneigung besteht", wie es in der Studie heißt."Dafür scheint es klar zu sein, dass es in der Freizeit keine Berührungspunkte gibt.
Die meisten Krankenhäuser, die sich mit viel Aufwand um ausländisches Personal bemühen, versuchten, den Konflikten in der Belegschaft etwa mit multikulturellen Festen entgegenzusteuern, sagt Larsen. Dort gebe es dann fremdländisches Essen oder Musik."Das hilft im Sozialen ganz bestimmt", sagt Larsen,"aber es erreicht eben nicht den Knackpunkt der fachlichen Akzeptanz. Und um den geht es: Die Menschen, die zu uns kommen, die kommen als Fachkräfte.
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