'Mit Reichweite kommt Verantwortung', sagt Ariana Baborie in Richtung Joe Rogan und Spotify. Die Podcasterin, Moderatorin und Comedienne in der Nahaufnahme von sentakrasser
Wenn man es herunterdampft:"Endlich normale Leute", das neue Hör-Projekt von Ariana Baborie mit Till Reiners, ist"einfach ein Laber-Podcast", aber schon ein Chart-Stürmer. An der Joe-Rogan-Dimension arbeitet die Top-Podcasterin hart – und hat schon einen Zettel nach L.A. parat.
Aufhören, wenn’s am schönsten ist, bevor es weniger schön wird? Ja, so ungefähr klingt Ariana Babories Antwort, fragt man sie an diesem müde-trüben Vormittag nach ihren Beweggründen. Ein weiterer war: Egal, wo sie auftrat, sie wurde immer nur mit „Herrengedeck“ identifiziert. „Ich wollte aber mehr sein als nur dieser eine Podcast. Ich bin Ariana Baborie, Moderatorin und Comedienne.
Was, ein aufstrebender Podcast von Frauen? Das Brunftgeschrei der männlichen Platzhirsche ließ nicht lang auf sich warten, als das Duo Baborie/Larsson im aufstrebenden Podcast-Biz loslegte. Auch das Duo Reiners/Neumeier disste „Herrengedeck“ als Plauderei über Schminke, Shoppen, Sex und Dating – ein Vorurteil, das ebenso wenig stimmte wie das Klischee, dass sich Männergespräche die ganze Zeit um Pissoirs, Bier und Technik drehen.
Und noch etwas muss sich aus ihrer Sicht schleunigst ändern, was jenseits des Podcast-Ozeans gerade mächtig Wellen schlägt. Plattformen, fährt sie fort, müssten ihre Inhalte kuratieren und Verantwortung übernehmen. „Aber was macht Spotify im Fall Rogan? Sich rückwärts aus dem Raum stehlen hin zum Buffet.“ Dass sich der Streamer hierzulande bei Musik und Podcasts mit fraglichem Inhalt darauf zurückziehe, solange die Landesmedienanstalten und der Jugendschutz nicht einschreiten, ist alles okay – „das reicht mir nicht aus.