Operativ spricht bei Aurubis vieles für ein starkes Geschäftsjahr, dennoch gibt die Aktie weiter nach. Den Takt dürfte nun ein Faktor vorgeben, der nicht aus dem Unternehmen selbst kommt.
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Den Takt dürfte nun ein Faktor vorgeben, der nicht aus dem Unternehmen selbst kommt. Mit dem 30. September ist das Geschäftsjahr 2025/26 bei Aurubis zu Ende gegangen, und operativ spricht vieles für ein starkes Jahr. Nach neun Monaten lag das operative Ergebnis vor Steuern bei 374 Mio.
Euro und damit 31 Prozent über dem Vorjahreswert von 286 Mio. Euro. Allein das dritte Quartal brachte 149 Mio. Euro nach 57 Mio.
Euro im Vorjahreszeitraum. Die Prognose von 425 bis 525 Mio. Euro hat das Management bestätigt und zugleich signalisiert, dass es das obere Ende der Spanne für erreichbar hält. Der Aufsichtsrat hat den Vertrag von Vorstandschef Toralf Haag bis Ende Februar 2031 verlängert, Produktionsvorstand Tim Kurth bleibt bis Mitte 2032.
Für Finanzchef Steffen Hoffmann ist eine Verlängerung bis September 2032 vorgesehen, der formale Beschluss soll im Oktober fallen. Die Börse hat die Personalien zunächst wohlwollend aufgenommen. Die anschließenden Kursabgaben lassen sich eher auf das Umfeld schieben. Die Inflationsdaten aus der Eurozone fallen hoch aus, die Europäische Zentralbank hat im September die Zinsen angehoben, und der Kupferpreis hat sich bereits Anfang September von seinem Rekordhoch entfernt.
Charttechnisch hat das Konsequenzen. Von gut 100 Euro im Herbst 2025 war die Aktie bis Anfang Juni auf ein Hoch von etwa 224 Euro gestiegen. Danach setzte eine Korrektur ein, die ab Juli in eine Seitwärtsphase zwischen etwa 162 und 185 Euro überging. Ein Ausbruchsversuch nach den Quartalszahlen Anfang August endete knapp unter 195 Euro.
Mit einem aktuellen Abschlag von 3,85 Prozent hat die Aktie die Unterkante dieser Spanne klar unterschritten und notiert so tief wie zuletzt im April. Bereits Mitte September war der Kurs unter die 200-Tage-Linie gefallen, die inzwischen bei 172 Euro verläuft. Auch die 50-Tage-Linie bei 173 Euro und die 100-Tage-Linie bei 182 Euro liegen deutlich über dem aktuellen Kurs. Die 50-Tage-Linie hat sich der 200-Tage-Linie von oben bis auf einen Euro genähert.
In den kommenden Tagen könnte damit ein sogenanntes Death Cross entstehen, das viele Marktteilnehmer als Verkaufssignal werten. Die Indikatoren bestätigen den Abwärtsdruck. Der MACD liegt mit -3,86 unter seiner Signallinie und unter der Nulllinie, und der Abstand hat sich zuletzt wieder vergrößert. Das Momentum ist auf -13,90 gefallen.
Der RSI steht bei 32,34 und nähert sich dem überverkauften Bereich, hat ihn aber noch nicht erreicht. Rein technisch besteht damit kurzfristig weiteres Abwärtspotenzial, bevor eine Gegenreaktion wahrscheinlicher wird. Unterstützung bietet die Zone zwischen etwa 142 und 150 Euro, in der die Aktie im März und April einen Boden gebildet hatte. Zusammengefasst: Fundamental hat sich das Bild nicht verschlechtert, charttechnisch bleibt die Lage dagegen angespannt.
Der nächste Impuls dürfte von den Jahreszahlen kommen, bis dahin ist der Kupferpreis der wichtigere Taktgeber. Während Aurubis trotz starker Zahlen charttechnisch unter Druck gerät, ist bei B+S Banksysteme die Lage eine andere. Das kleine Unternehmen verbindet zwei Eigenschaften, die an der Börse selten zusammenfinden:Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland.
Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.436 Prozent oder 14,0 Prozent p.a. erzielt. Ja, ich bin damit einverstanden, dass die finanzen.net GmbH mir Informationen zu Finanz- und Medienangeboten per E-Mail zusendet, z. B. zu ausgewählten Investmentprodukten oder zu Themen wie Brokerage, Vermögensverwaltung, Robo-Advisory, Kryptowährungen etc. Diese Einwilligung ist jederzeit widerruflich.
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