Gastgeber Australien hofft vor dem Spiel gegen Olympiasieger Kanada auf den ersten Einsatz von Sam Kerr. Die Stürmerin soll das WM-Aus verhindern.
GOULBURN taz | Am Grill des Bowling-Clubs in der australischen Kleinstadt Goulburn ist man sich im Klaren: Am Montag geht es um die Wurst. „Wenn wir die Kanadierinnen nicht schlagen, ist es vorbei“, sagt Teena, eine etwa 50-jährige Frau mit rosa gefärbtem Haar. Gemeinsam mit vier Freundinnen läutet sie wie jeden Freitag den Feierabend ein. „Wenn Sam Kerr wieder nicht spielen kann, haben wir keine Chance“, prophezeit sie, bevor sie einen Aperol an die Lippen setzt.
Auch Teena. Sie sei zwar mit ihrem Ex-Partner zu Rugby-Partien gegangen, aber eben nur, weil der das wollte. Sich ein Spiel am Fernsehen anzuschauen, auf diese Idee wäre sie nie gekommen. Bis jetzt. Ob die Matildas gegen Irland gespielt haben oder gegen Nigeria – sie hat zugeschaut. Gemeinsam mit ihren Freundinnen – und einer Flasche Aperol.
Sam Kerr. Die Stürmerin ist der absolute Star der Matildas. Doch bisher musste die 29-Jährige von der Seitenlinie zusehen. Eine Zerrung der linken Wade während des Trainings hatte ihr das Mitspielen verunmöglicht.