Austritt von Rostocker AfD-Fraktionschef: Mitglieder wollten Schweineköpfe vor Moschee legen

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Austritt von Rostocker AfD-Fraktionschef: Mitglieder wollten Schweineköpfe vor Moschee legen
Landkreis Rostock, Afd, Rechtsextremismus

Der bisherige Vorsitzende der AfD-Fraktion in der Rostocker Bürgerschaft, Toni Marten, ist aus der Partei ausgetreten. Als Begründung nennt er 'zunehmend rechte Tendenzen', die in der Partei toleriert würden.

AUDIO: Austritt von Rostock er AfD-Fraktionschef: Mitglieder wollten"Schweineköpfe vor Moschee legen" Toni Marten hat nach eigener Aussage in den vergangenen Wochen immer wieder Kritik an Personen und Aktionen der AfD in Mecklenburg-Vorpommern geübt und Konsequenzen verlangt.

Auf Kreis-, Landes- und Bundesebene seien die Vorgänge aber nicht ernst genommen worden. Unter anderem habe sich eine AfD-interne Chatgruppe dazu verabredet, Schweineköpfe vor eine Moschee zu legen, um den Gläubigen dort zu zeigen, dass sie unerwünscht seien.

"Ich kann mir nicht vorstellen, mit solchen Menschen weiter an einem Tisch zu sitzen", sagte Marten im Gespräch mit dem NDR - auch, wenn es nicht zu der Aktion gekommen sei. Schon im Mai hatte Toni Marten öffentlich kritisiert, in der AfD würden rechtsextreme Positionen gedeckt.

Dagegen gehe der Vorstand nicht vor, und diejenigen, die Kritik äußern, würden diszipliniert. Die beiden Parteichefs Leif-Erik Holm und Enrico Schult deckten das Verhalten Thormanns und verharmlosten es, Marten formulierte es so:"Leif-Erik Holm breitet den Rechtsextremen den roten Teppich aus.

" Damit spielte er auch auf Dario Seifert an, der vergangene Woche zum Generalsekretär gewählt wurde. AfD wollte Marten aus der Partei ausschließen Möglicherweise ist Marten mit seinem Austritt nun einem Parteiausschluss zuvorgekommen, den der Landesvorstand bereits auf den Weg gebracht hat. Der Landesvorstand hat Marten bereits vorläufig alle Mitgliedsrechte entzogen. Marten habe der AfD schwer geschadet, auch, weil seine Vorwürfe unter anderem vom NDR und dem"Nordkurier" aufgegriffen worden seien, hieß es zur Begründung.

Die Dinge hätten intern besprochen werden müssen. Parteichef und Spitzenkandidat Enrico Schult unterstellte Marten eine Verbitterung, weil er beim Listenparteitag nicht gewählt worden sei. Auf Anfrage wollte der Rostocker Kreisvorstandsvorsitzende Michael Meister Martens Austritt nicht kommentieren, er wolle stattdessen"nach vorne gucken". Toni Marten sagte im NDR-Gespräch, er fühle sich jetzt erleichtert.

Er sei nicht mehr zum Arbeiten gekommen vor lauter parteiinternen Reibereien und habe das Gefühl, er müsse für etwas geradestehen, hinter dem er nicht steht. Seinen Sitz in der Bürgerschaft will Marten behalten, sagte er im Gespräch mit dem NDR. Er sei im Gespräch und werde wohl bald die Partei und Fraktion wechseln, sagte er. Wohin er wechseln will, ließ er offen.

NS-Jargon: AfD-Kandidat Thormann droht der Linken Razzien und Repression anRegionalnachrichten aus Rostock Aus dem Ostseestudio Rostock berichten die Reporter täglich ab 5.30 Uhr im Landesprogramm von NDR 1 Radio MV, für andere NDR Programme und die gesamte ARD. Mit 15.000 Euro pro Kind wollte die CDU Familien fördern. Kritiker sehen darin jedoch entweder taktisches Kalkül oder einen Vorteil für Wohlhabendere. Pflege unter Druck: Reformpläne stoßen auf Kritik in MV

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