Autozulieferer Breyden schließt Eisengießerei in Ueckermünde

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Autozulieferer Breyden schließt Eisengießerei in Ueckermünde
Breyden, Ueckermünde, Eisengießerei

Die Eisengießerei Ueckermünde von Breyden schließt zum Jahresende. 320 Beschäftigte sind betroffen, die Silbitz Group will Mitarbeiter übernehmen.

Der Automobilzulieferer Breyden schließt seine Eisengießerei in Ueckermünde im Landkreis Vorpommern-Greifswald zum Ende des Jahres. Das gab das Unternehmen bekannt. 320 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz. Die Gießerei sei nicht mehr ausgelastet, hieß es.

Hintergrund: Krise der Autoindustrie

Die deutsche Autoindustrie steckt in einer tiefen Krise. Sinkende Nachfrage, fehlende Auslastung und hohe Kosten setzen die Zulieferer unter Druck. Breyden, früher Buderus Guss, mit Hauptsitz in Breidenbach, stellt vor allem Gussteile für Automobilbremsen her. Die Nachfrage nach diesen Teilen ist gesunken, nötige Aufträge blieben aus. Das Unternehmen sieht keine wirtschaftlich tragfähige Perspektive für den Standort.

Die Schließung betrifft alle Arbeitsplätze. Die IG Metall Stralsund/Neubrandenburg kritisiert den Schritt scharf. Denis Rogge, Gewerkschaftssekretär der IG Metall, sagte, für die Beschäftigten sei das ein Schock. Sollte das Werk wie angekündigt geschlossen werden, breche ein wichtiger Arbeitgeber für die Region weg. Die Mitarbeiter hätten bereits in der Vergangenheit Lohneinbußen hinnehmen müssen.

Laut Betriebsratsvorsitzendem Clemens Schröder hat das Werk offenbar nicht mithalten können. Die genauen Gründe für die Schieflage sind noch unklar. Das Unternehmen äußerte sich bislang nicht zu Details.

Standorte und frühere Schließungen

Breyden betreibt neben Breidenbach weitere Produktionsstandorte in Neunkirchen (Saarland), Altenburg (Thüringen) und Immenhausen (Hessen). Außerdem gibt es ein Innovationszentrum für Bremsscheiben in Biedenkopf-Ludwigshütte (Hessen). Der einstige Standort in Lollar im Landkreis Gießen wurde Ende 2025 geschlossen. Damals waren 230 Mitarbeiter betroffen.

Die Schließung in Ueckermünde ist ein weiterer Schlag für die Region. Die Eisengießerei gehört zur Silbitz Group. Die Silbitz Group hat angekündigt, qualifiziertes Personal zu suchen und Mitarbeiter der Eisengießerei Ueckermünde übernehmen zu wollen. Das ist ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Beschäftigten.

Die Krise in der Automobilindustrie hat bereits zahlreiche Zulieferer getroffen. Erst vor wenigen Tagen gab es eine ähnliche Nachricht. Die Unsicherheit in der Branche ist groß.

Die Schließung der Eisengießerei Ueckermünde zeigt, wie tief die Krise reicht. Für die 320 Beschäftigten und ihre Familien ist die Nachricht ein schwerer Schlag. Die Region verliert einen wichtigen Arbeitgeber. Die Silbitz Group will versuchen, so viele Mitarbeiter wie möglich aufzunehmen.

Die IG Metall fordert eine sozialverträgliche Lösung für die Beschäftigten. Ob es einen Sozialplan geben wird, ist noch offen. Die Verhandlungen stehen noch aus.

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