Bayer investiert 2,2 Mrd. Dollar in neuen US-Standort

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Bayer treibt ihre Wachstumsstrategie in den USA mit einem neuen Milliardeninvestment voran. Die Pharma-Sparte will dabei auch von lokalen Förderungen in Ohio profitieren.

Bayer treibt ihre Wachstumsstrategie in den USA mit einem neuen Milliardeninvestment voran. Die Pharma-Sparte will dabei auch von lokalen Förderungen in Ohio profitieren. Bayer baut ihre Pharma-Präsenz in den Vereinigten Staaten aus und investiert 2,2 Mrd.

Dollar in einen neuen Produktionsstandort in Ohio. Die Anlage in New Albany soll ab 2031 Wirkstoffe und ab 2034 fertige Arzneimittel für den amerikanischen und globalen Markt liefern. Ab Anfang 2027 sollen technische Teams nach Ohio umziehen, mit dem Bau will Bayer Mitte des kommenden Jahres beginnen. Bayer will mit dem „zentralen Element“ ihrer Wachstumsstrategie auf Investitionen von 7 Mrd.

Dollar in Forschung und Entwicklung sowie die Fertigung im amerikanischen Markt über die vergangenen fünf Jahre aufbauen. Bayer-CEO Bill Anderson bezeichnet die Vereinigten Staaten in einer Mitteilung als „Schlüssel-Produktionsbasis und Innovationszentrum“. Sebastian Guth, Chief Operating Officer der Pharma-Sparte, hob gegenüber der Börsen-Zeitung die Steigerung des Umsatzanteils des US-Geschäfts von 20% im Jahr 2018 auf inzwischen 35% hervor und unterstrich die Ambition, die Erlöse in den Vereinigten Staaten bis Ende des Jahrzehnts zu verdoppeln.

Neben der Zentrale in Whippany, New Jersey, besitzt Bayer Pharma bisher US-Standorte in Massachusetts, Pennsylvania, North Carolina und Kalifornien. In Ohio will sie laut Guth von einem „innovativen Ökosystem“ profitieren, in New Albany haben sich bereits Amgen und weitere Biotech- und Pharma-Entwickler angesiedelt. Der Bundesstaat und die private Initiative JobsOhio fördern den Aufbau qualifizierter Arbeitsplätze mit hohen Summen: Im September 2025 kündigten sie eine 30 Mill. Dollar schwere Initiative an, die Stadt New Albany steuert seit März weitere 5 Mill.

Dollar bei. Bayer, die am neuen Standort 600 qualifizierte Jobs schaffen will, bewirbt sich Guth zufolge auf bundesstaatliche Steuergutschriften und Förderungen durch JobsOhio.

„Zunächst einmal liegt der Fokus darauf, von dort aus unser wachsendes Portfolio in der Onkologie und bei der Behandlung von Herz-Kreislauf-Krankheiten zu unterstützen“, sagt Guth. Zudem wolle Bayer mit dem Ausbau der US-Produktion die „Resilienz der Lieferkette stärken“. Im Interview der Börsen-Zeitung betonte Guth im Mai, die aggressive Geo- und Handelspolitik unter Präsident Donald Trump sei bisher kein Hemmnis für Investitionen in die Vereinigten Staaten.

„Grundsätzlich gilt natürlich: Jeder zusätzliche Dollar, den wir für Zölle ausgeben, ist ein Dollar, der nicht in Forschung und Entwicklung fließt“, sagte Guth damals. Genau deshalb sei die Pharmaindustrie bislang aber in weiten Teilen von Zöllen ausgenommen. Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge sind die Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in die USA im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr zwar um 65% auf 4,3 Mrd. Euro gesunken.

Gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 – also der Zeit vor Trumps Amtsantritt – liegt das Minus demnach sogar bei knapp 80%. Allerdings sind es hauptsächlich Mittelständler, die Investitionspläne auf Eis legen. Große Konzerne mit US-Präsenz weiten die Produktion und Entwicklung dagegen aus. Hintergrund sind auch die eingetrübten Perspektiven in Europa.

Guth warnte zuletzt vor einem Verlust der Stellung des Kontinents als Pharma-Standort, nachdem in den vergangenen Jahren strukturelle Schwächen und industriepolitische Zurückhaltung in den Vordergrund gerückt und die Investitionsbereitschaft gesunken sei.

„Wenn Europa seine Position halten will, braucht es ein Umdenken: mehr Investitionen, stärkeren Patentschutz, bessere Rahmenbedingungen – und die Bereitschaft, für Innovation zu bezahlen“, hatte der COO bereits im Mai gefordert. Nach einer langen Hängepartie um die Übernahme von Warner will Paramount Dienstag an der NYSE starten – dann unter dem Kürzel „SKYD“. Der neue Name soll eine eigene Identität ermöglichen. Der Run westlicher Pharmakonzerne auf Wirkstoffkandidaten „Made in China“ setzt sich fort.

Nun hat der Pharmakonzern Novartis einen bis zu 7,8 Mrd. Dollar schweren Lizenzdeal mit dem chinesischen Startup Abogen geschlossen. Die Summe übersteigt das Gesamtvolumen, das die Schweizer in diesem Jahr für Übernahmen „westlicher“ Firmen auf den Tisch gelegt haben. Der Finanzinvestor Warburg Pincus prüft einen Einstieg bei der Panzerschmiede KNDS, wie Bloomberg berichtet.

Auch mit poetnziellen Co-Investoren stehe das Private-Equity-Haus in Kontakt. Tesla liefert zwar weniger aus als im Vorquartal, aber deutlich mehr als von Analysten erwartet. Zu Börsenstart in New York sorgt das für gute Laune. Der verstaatlichte Gaskonzern Sefe soll jetzt wieder in private Hände übergehen.

Die Bundesregierung hat den Bewerbungsprozess für Kanzleien und Investmentbanker gestartet. Lazard bereitet die Kapitalerhöhung von bis zu 2 Mrd. Euro für Sefe vor. Das für die Energiesicherheit zentrale Unternehmen wird mit ungefähr 6 Mrd.

Euro bewertet. Bilanzmanipulationen haben den Elektromotorspezialisten Nidec über 6 Mrd. Euro gekostet. Eine neue Strategie und ein neuer CEO sollen das Vertrauen am Kapitalmarkt wiederherstellen.

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