Für Halter von Schafen, Ziegen, Rindern und anderen Tieren im Kreis Höxter gelten nach einem Ausbruch der Blauzungen-Krankheit strengere Regeln.
Für Halter von Schafen, Ziegen, Rindern und anderen Tieren im Kreis Höxter gelten nach einem Ausbruch der Blauzungen-Krankheit strengere Regeln. Die Blauzungenkrankheit ist besonders gefährlich für Schafe, Ziegen und Rinder.
Im Kreis Höxter gelten nach einem Nachweis in Fulda strengere Regeln. | © David SchellenbergKreis Höxter. Nach Ausbrüchen im Herbst 2025 im Saarland und in der Eifel sowie im Februar in Südhessen ist das Blauzungenvirus vom Typ 8 aktuell auch in einer Rinderhaltung im Landkreis Fulda in Hessen nachgewiesen worden. Nach Vorgaben des EU-Rechts müssen um betroffene Tierhaltungen herum Sperrzonen mit einem Radius von 150 Kilometern ausgewiesen werden.
„Innerhalb dieser Zone liegen nun die südlichen Teilbereiche der Stadtgebiete Bad Driburg, Brakel und Höxter sowie die vollständigen Stadtgebiete von Warburg, Willebadessen, Borgentreich und Beverungen“, erklärt Jens Tschachtschal, Leiter der Abteilung Veterinärdienst und Lebensmittelüberwachung des Kreises Höxter. Darüberhinaus teilt der Landkreis Holzminden mit, dass auch Boffzen sowie die Sollingorte betroffen seien. Für Transporte von Tieren empfänglicher Arten – hierzu gehören insbesondere Rinder, Schafe und Ziegen – aus der Sperrzone heraus gelten rechtliche Vorgaben, die von den Tierhaltern zu beachten sind.
„Da die Grenze der Sperrzone nun quer durch den Kreis Höxter geht, unterliegen solche Tierbewegungen selbst innerhalb des Kreises diesen Reglementierungen“, so Tschachtschal. „Innerhalb der Sperrzone gibt es keine Handelsbeschränkungen. “ Die genauen Grenzen der Sperrzone, die Verbringungsregelungen sowie die notwendigen Tierhaltererklärungen sind auf der Internetseite des Kreises Höxter unterDie Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige, virusbedingte Tierseuche. Empfänglich für das Virus sind Wiederkäuer wie Rinder, Schafe oder Ziegen.
Aber auch Lamas, Alpakas oder wiederkäuende Wildtiere können erkranken. Für Menschen und andere Tiere besteht keine Gefahr. Der Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten ist unbedenklich. Das Blauzungen-Virus wird nicht direkt über den Kontakt von Tier zu Tier verbreitet, sondern die Übertragung erfolgt durch den Stich kleiner blutsaugender Mücken, sogenannter Gnitzen. Ein Webabo bietet Zugriff auf alle Artikel.
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