Alexander Blessin bereitet Borussia Mönchengladbach ohne sieben Nationalspieler auf das Derby beim 1. FC Köln am 11. Oktober vor. Zuvor trifft er mit St. Pauli auf seinen Ex-Klub.
Alexander Blessin, 53, Neu-Trainer von Borussia Mönchengladbach, muss sein Team ohne sieben Nationalspieler auf das Derby beim 1. FC Köln am 11. Oktober um 15.30 Uhr (DAZN) vorbereiten. Unter den fehlenden Spielern sind alle vier Innenverteidiger. Zuvor steht am Tag der Deutschen Einheit ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub St. Pauli an, ebenfalls um 15.30 Uhr (Sky Sport News und Sky Bundesliga).
Blessins Zeit bei St. Pauli
Zwischen 2024 und 2026 coachte der gebürtige Stuttgarter die Kiezkicker. Im ersten Jahr war er sehr erfolgreich und stellte mit St. Pauli die beste Defensive hinter Bayern München. Im zweiten Jahr stieg er als Tabellenletzter ab, da dem gesamten Kader ein Torjäger fehlte. Trotz des Abstiegs blickt Blessin nur positiv zurück und sagte, er habe zwei wunderschöne Jahre auf St. Pauli gehabt. Er habe immer noch Kontakt zu einigen Spielern und zu ein paar Leuten aus der Geschäftsstelle und freue sich auf Samstag.
Derby-Charakter des Testspiels
Auf die Frage, wie viel Derby in diesem Testspiel stecke, lautet die überraschende Antwort: extrem viel. St. Pauli und Köln versuchen eher, aus einer sicheren Defensive überfallartige Angriffe zu fahren, beim FC mit Zielspieler Said El Mala, 20. St. Pauli hat mit Ricky Jade-Jones, 23, den schnellsten Profi in den beiden deutschen Top-Ligen unter Vertrag, der Stürmer hat bereits die 37-km/h-Marke geknackt.
Gladbacher Defensive und Offensive
Bei den Gladbachern ist die Abwehr ohne Lukas Ullrich, 22, Kevin Diks, 29, Ko Itakura, 29, Jan Leszczynski, 19, und Fabio Chiarodia, 21, komplett improvisiert. Davor ist bis auf Wael Mohya, 17, und Hugo Bolin, 23, die gesamte Mittelfeld- und Offensiv-Formation fürs Derby an Bord. In der Schaltzentrale vor der von Blessin favorisierten Dreierkette kann Florian Neuhaus, 29, wie schon beim 3:4 gegen Mainz zeigen, dass er zuvor zu Unrecht ignoriert wurde. Die offensiven Außenbahnen mit Robin Hack, 28, und Franck Honorat, 30, sowie Tim Kleindienst, 31, im Sturmzentrum sind das Trio, mit dem Eugen-Polanski-Vorgänger Gerardo Seoane sogar an die Europaränge angeklopft hat. Dazu zeigte Shuto Machino, 27, zuletzt gegen Mainz, dass er seine 10-Mio-Ablöse endlich rechtfertigen will. St. Pauli ist also schon ein sehr guter Derby-Indikator.
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