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Booster-Impfungen: Kölner Impfarzt schildert fatale Entwicklung

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Können wir die Omikron-Variante mit den Booster-Impfungen in Köln stoppen? Aktuell leider absolut nicht, schildert Impfarzt Dr. Jürgen Zastrow im Gespräch mit uns.😞 Corona Omikron

Wann kommen wir endlich raus aus der Krise? Nach den Feiertagen halten sich die Corona-Zahlen auf hohem Niveau. Gerade klettert die Kölner Inzidenz sogar wieder nach oben. Können wir die Ausbreitung der Omikron-Variante mit den aktuellen Booster-Impfungen eindämmen? EXPRESS.

de hat beim Kölner Impfarzt Dr. Jürgen Zastrow nachgehört, wie viele Kölnerinnen und Kölner bereits die Auffrischimpfung bekommen haben und was das die aktuelle Booster-Quote für die Pandemie-Bewältigung bedeutet. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt die geschätzte Kölner Booster-Quote mittlerweile bei insgesamt 48,38 Prozent. Das sieht für Laien auf den ersten Blick nicht schlecht aus. Doch wie ordnet ein Experte und Impfarzt diese Zahl ein?„Relativ gesehen ist das eine gute Zahl, weil andere Städte noch schlechter dastehen. Auch NRW liegt mit 45 Prozent unter der Kölner Booster-Quote. Doch objektiv betrachtet ist die Zahl schlecht. Denn laut Bundeskanzler Olaf Scholz wollten wir im Januar 2022 deutschlandweit 30 Millionen Impfungen schaffen und das werden wir so auf gar keinen Fall hinbekommen“, fürchtet Dr. Jürgen Zastrow im EXPRESS.de-Gespräch. Der Grund: „Die Nachfrage ist seit Weihnachten in sich zusammengebrochen“, schildert Zastrow. Vor den Weihnachtsfeiertagen hätten die Kölnerinnen und Kölner dieKöln: Booster-Nachfrage geringer als vor Weihnachten – Arzt beklagt Lage „Vor Weihnachten haben die Arztpraxen 76.000 Impfungen in der Woche geschafft und nun liegen die Vertragsärzte bei lediglich 26.000 Impfungen“, so der Mediziner über den Einbruch. Doch wie kommt die abrupt sinkende Nachfrage bei den Corona-Impfungen inÄhnlich wie Mitte des letzten Jahres, seien viele, die „Drängler“ und die besonders „ehrgeizigen Bürger“ schon zu Anfang der Booster-Kampagne geimpft und abgearbeitet worden. „Jetzt kommen die nachdenklichen Bürger und die Gelangweilten oder auch die Bürger, die sich noch unschlüssig über den tatsächlichen Nutzen der Impfung sind und die Ängstlichen“, schildert Zastrow. Innerhalb dieser Gruppe sei es wesentlich schwieriger, mit den Impfungen voranzukommen. Hier sei mehr Aufklärung und vor allem Information nötig, die aber in dieser aufwendigen Form zum Beispiel in Arztpraxen nicht zu leisten sei.„Umso wichtiger wäre eine Impfpflicht ab Januar 2022 gewesen. Also kein „Impfzwang,“ wie so oft behauptet wird, sondern die Pflicht, weil wir dann auch ein konkretes Forum hätten, um die Kölnerinnen und Kölner ausführlich aufzuklären, die jetzt noch Ängste haben. Und wer sich dann nicht impfen lässt, muss eben mit Sanktionen rechnen“, sagt Zastrow.Doch nun müssten die städtischen Impfstellen und Arztpraxen erst einmal ohne Impfpflicht mit der jetzigen Situation umgehen und die sei auch durch verschiedene weitere Faktoren zu erklären. In den Weihnachtsferien hätten viele Bürgerinnen und Bürger sich seltener impfen lassen, weil sie in der freien Zeit keine Impfreaktion haben wollten. Zum Beispiel direkt vor Silvester habe man das Phänomen besonders zu spüren bekommen. Bei einem Impfevent zum Jahreswechsel seien beispielsweise von 70 verfügbaren Impfdosen nur 40 verimpft worden, weil die Nachfrage schlicht nicht höher war. „Gerade heute Morgen um 8 Uhr mussten wir leider einige wenige Zusatz-Impfdosen entsorgen, weil sie abgelaufen sind. Alles, was wir regulär bestellt haben, konnten wir zum Glück verimpfen“, so der Kölner Impfarzt.Der Mediziner hofft, dass sich die sinkende Nachfrage nicht weiter zuspitzt und in dieser Woche wieder mehr Corona-Schutzimpfungen stattfinden werden. Zumindest unter älteren Bürgern seien bereits viele Menschen geboostert. 75 Prozent der über 60-jährigen Kölnerinnen und Kölner haben ihre Auffrischungsimpfung bereits erhalten.

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