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Bundesliga: Ein Knäuel Dortmunder Wahnsinn

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Der BVB dreht ein scheinbar verlorenes Spiel am Ende doch zu seinen Gunsten. Leipzig trotzt der Personalnot, Leverkusen hat Glück gegen Union und Fürth ist seit drei Spielen ungeschlagen. Der Spieltag von msneijder, jonasbeckenkamp und Zeilenfieber

, 2:1 Thorgan Hazard , 2:2 Jude Bellingham , 2:3 Mahmoud Dahoud , aber diese eine schien auch im Jahr 2022 sicher: Die himmelschreiende Seltsamkeit, dass der BVB viel zu wenig aus seinen Möglichkeiten macht.

Oder ist die Mannschaft am Ende gar nicht so gut, dass sie konstant guten Fußball zeigen kann? Es gibt zumindest Hinweise, dass es sich bei der Borussia um die launenhafteste Top-Elf des Kontinents handelt. Das Spiel in Frankfurt reihte sich zunächst ein in jene ernüchternde Serie von Auftritten, die es in dieser Saison und - wenn man ehrlich ist - schon seit einigen Jahren immer wieder gibt. Dortmunds Anfangsschwung verebbte schnell, schon früh zerfiel man wie ein Yenga-Türmchen. Frankfurts Kolumbianer Borré erschreckte die Borussia mit zwei schnellen Toren dermaßen, dass fast gar nichts mehr ging. Die Eintracht zelebrierte Champagnerfußball, Dortmund zeigte teils groteske Abwehraktionen. Doch dann überschlug sich plötzlich alles, dieses Fußballspiel verdichtete sich zu einem Knäuel Wahnsinn. Drei Dortmunder Tore durch Hazard, Bellingham und Dahoud binnen weniger Minuten stellten alles auf den Kopf, es stand 3:2 - und keiner wusste, wie das passieren konnte. Fest stand nur:"Wir haben einen geilen, emotionalen Sieg eingefahren", wie Mats Hummels bei Sky fand. Und wie aus dem nichts liegt der BVB nun nur mehr sechs Punkte hinter den Bayern.1:0 Janik Haberer , 2:0 Woo-Yeong Jeong , 2:1 Masaya Okugawa , 2:2 Bryan Lasme Glücklich ist, wer zwei Schlotterbecks in seinem Kader hat, so wie der SC Freiburg. Während Nico Schlotterbeck das Jahr mit Corona begann, konnte Christian Streich beruhigt sein: Er hatte ja noch Keven Schlotterbeck für die Abwehr zur Verfügung. Überhaupt wirkte der SC-Coach angesichts des Quarantänedominos tiefenentspannt:"Wir haben es kaum thematisiert", sagte er,"dann spielen wir eben mit anderen Spielern." Zum Beispiel mit dem oft unterschätzten Cleverle Janik Haberer, der Freiburgs Stärke nach Eckbällen früh mit einem Volleytor untermauerte. Apropos Mauern: Streichs Überraschungsmänner stehen ja auch deswegen oben, weil sie standardmäßig ihre Körper auf dem Platz dabeihaben. Wie praktisch so ein Körper ist, zeigte sich eine Halbzeit lang in vielen Zweikämpfen gegen Bielefeld: Die Arminen prallten mitunter einfach ab an Freiburgs Wandschränken. Das ergab ein Spiel mit Ecken und Kanten - und einer kuriosen Wendung. Denn nach Christian Günters Flanke erhöhte Woo-Yeong Jeong per Kopf sogar auf 2:0. Doch dann verließ die Freiburger plötzlich all ihre Körperlichkeit und ausgerechnet Ersatztorwart Benjamin Uphoff wurde zum Sinnbild des Einbruchs: Erst ließ er Masaya Okugawas mysteriösen Flatterball zum 2:1 passieren, dann fand eine Hereingabe von Bryan Lasme an ihm vorbei den Weg ins kurze Eck. 2:2 also, Freiburg rutscht auf Platz vier. Waren es doch zu wenige Schlotterbecks diesmal?Tore: 1:0 Patrik Schick , 1:1 Grischa Prömel , 1:2 Grischa Prömel , 2:2 Jonathan Tah Wie einsam fühlte sich Lukas Hradecky? Erst schoss Christopher Trimmel - Hradecky parierte. Den Abpraller köpfte Kevin Behrens - Hradecky parierte. Dann schoss Grisha Prömel - und dann war er drin. Aus der Leverkusener Abwehr kam dem armen Finnen niemand zu Hilfe. Noch verdutzter guckte er höchstens kurz nach der Pause, als Prömel nach einem Kruse-Schuss seinen Fuß reinhielt - und plötzlich führte Union in einem Spiel, in dem sie aus Leverkusener Sicht niemals führen dürfen. Genau zwei Torchancen standen bis dahin auf dem Berichtsbogen, beide waren drin.Lukas Hradecky versuchte alles, konnte das Tor im zweiten Nachschuss von Grisha Prömel nicht verhindern. Zuvor hatte Patrik Schick sein 17. Saisontor geschossen, Leverkusen das Spiel dominant gestaltet und diverse Gelegenheiten vergeben, sowohl vor und nach der Pause bewies dabei Andreas Luthe, was für ein hervorragender Torwart er ist. Doch je länger das Spiel dauerte, desto massiver steigerte sich Union. Kruse traf in der 78. Minute die Latte, Bastian Oczipka in der Nachspielzeit den Pfosten. Leverkusen sprang der Niederlage von der Schippe, weil Jonathan Tah mit seinem Kopfball einen Weg an Luthe vorbei fand.

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