Die Reise der Bundesbildungsministerin nach Taiwan sorgt für Ärger bei der Regierung in Peking. Das chinesische Außenministerium übergab der deutschen Botschaft eine scharfe Protestnote.
Bereits im Vorfeld der Reise Stark-Watzingers hatte die chinesische Botschaft ihr Missfallen ausgedrückt und »bei den zuständigen deutschen Behörden demarchiert«. Eine Demarche ist im diplomatischen Umfeld ein oft mündlich vorgetragener Einspruch. »An dieser Stelle fordern wir die deutsche Seite abermals auf, sich ohne Abstriche an das Ein-China-Prinzip zu halten«, hieß es laut Redaktionsnetzwerk Deutschland aus der Botschaft.
Stark-Watzinger unterzeichnete ein Technologie-Kooperationsabkommen mit Taiwans Wissenschaftsminister Wu Tsung-tsong. Es sei ihrem Ministerium und ihr selbst »sehr wichtig, die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Partnern zu fördern«, sagte die FDP-Politikerin. »Diese Vereinbarung steht für eine verstärkte Zusammenarbeit auf der Grundlage der demokratischen Werte Transparenz, Offenheit, Gegenseitigkeit und wissenschaftliche Freiheit.
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