Neue Fotos aus chinesischen sozialen Medien zeigen einen bislang kaum bekannten Meeres-Tiefflieger mit auffälligen Halterungen unter den Flügeln. Die
Neue Bilder zeigen Chinas Ekranoplan in grauem Tarnanstrich. Unter den Flügeln sind nun erstmals vier Halterungen für Ausrüstung oder Waffen zu sehen. In chinesischen sozialen Medien sind im Mai neue Fotos eines bislang kaum bekannten Ekranoplans aufgetaucht.
Solche Fluggeräte bewegen sich nur wenige Meter über der Wasseroberfläche. Sie gelten als besonders geeignet, um Soldaten, Ausrüstung oder Nachschub schnell über das Meer an ihren Einsatzort zu bringen.. Auf den neuen Bildern ist ein graues Fluggerät ohne zivile Kennzeichen zu sehen, offenbar bei Tests auf dem Wasser oder im Hafen. Erstmals sind unter den Flügeln vier Außenhalterungen zu erkennen.
Das spricht dafür, dass der Entwurf nicht allein für Transportaufgaben gedacht ist, sondern auch militärisch genutzt werden soll, heißt es in der polnischen Ausgabe von „Ein Ekranoplan bewegt sich nur wenige Meter über der Wasseroberfläche und nutzt den Bodeneffekt. Dadurch kann er hohe Geschwindigkeiten erreichen, vergleichsweise sparsam fliegen und bleibt für viele Radarsysteme schwer zu erfassen. Das Grundprinzip ist seit Jahrzehnten bekannt. Schon die Sowjetunion setzte in den 1960er- und 1970er-Jahren auf solche Maschinen..
Später folgte der Typ „Lun“, ein bewaffnetes Bodeneffektfahrzeug mit acht Anti-Schiff-Raketen. Die sowjetischen Programme galten lange als spektakulär, scheiterten am Ende aber an der Praxis. Vor allem Wellengang wurde zum Problem, die Steuerung war schwierig, der Betrieb teuer.
Zudem litten die Triebwerke unter der salzhaltigen Meeresluft. Mit dem Zerfall der Sowjetunion fehlte schließlich auch das Geld. Der chinesische Prototyp wirkt deutlich kompakter als diese früheren Vorbilder. Laut „Business Insider“ dürfte das bewusst so gewählt sein.
Eine kleinere Maschine lässt sich in küstennahen und vergleichsweise ruhigen Gewässern leichter einsetzen, etwa in der Bucht von Bohai, in der Taiwanstraße oder nahe künstlicher Inseln im Südchinesischen Meer. Angetrieben wird der Entwurf von vier Turboprop-Triebwerken in zwei Gondeln über den Flügeln. Diese Lösung ist sparsamer und weniger anfällig für salzige Seeluft als die großen Strahltriebwerke sowjetischer Modelle, so der Bericht. Hinzu kommen moderne Werkstoffe und elektronische Stabilisierungssysteme, die den Flug dicht über den Wellen erleichtern sollen.
Dem Bericht zufolge könnte der Ekranoplan mehrere Aufgaben übernehmen: Soldaten und schweres Material schnell verlegen, vorgeschobene Stützpunkte versorgen und bei Bedarf auch bewaffnet eingesetzt werden. Gerade in küstennahen Gewässern wäre das von Vorteil. Weil die Maschinen extrem niedrig über dem Meer fliegen, umgehen sie Minenfelder und sind auch für U-Boote kein leichtes Ziel. Als möglicher Einsatzraum gilt vor allem die Region um Taiwan sowie das Südchinesische Meer.
Die Strecke vom chinesischen Festland nach Taiwan könnte ein solches Fluggerät laut „Business Insider“ in weniger als einer Stunde zurücklegen. Ob aus dem gezeigten Prototyp tatsächlich ein einsatzfähiges Waffensystem wird, bleibt jedoch offen.
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