Neue Erkenntnisse zur Corona-Variante EG.5.1 und ihrer Fähigkeit zur Immunflucht
Die als „Eris“ bezeichnete EG.5-Linie von SARS-CoV-2 ist seit Mai 2023 in vielen Ländern der Welt auf dem Vormarsch, auch in Deutschland. Auch die Linie XBB.2.3, auch „Acrux“ genannt, breitet sich zunehmend aus. In Deutschland spielt sie bislang jedoch keine Rolle. Anfang August beziehungsweise Mitte Mai stufte die Weltgesundheitsorganisation „Eris“ und „Acrux“ als „Virusvarianten von Interesse“ ein.
Derzeit gibt es laut Robert Koch-Institut keine Hinweise darauf, dass Infektionen mit diesen neuen Coronavirus-Varianten vermehrt zu schwereren Erkrankungen führen. Allerdings sind sie, ähnlich wie schon frühere Mutationen, ansteckender als ihre Vorgänger und breiten sich daher stärker aus. Bislang war jedoch unklar, was genau die Ursache für die steigende Verbreitung von „Eris“ und „Acrux“ ist.
Die Versuche wurden aus Sicherheitsgründen nicht mit infektiösen Viren, sondern mit im Labor hergestellten, nicht-vermehrungsfähigen Viruspartikeln, sogenannten Pseudoviren, durchgeführt. Die Antikörper isolierten die Forschenden aus dem Blutplasma von drei oder vier Mal geimpften Personen, das ihnen einige Monate nach der letzten Impfung abgenommen wurde.
Den Analysen zufolge sind EG.5.1 und XXB.2.3 aber zumindest auf Zellebene nicht infektiöser als ihre Vorgänger: Sie können Wirtszellen nicht effektiver befallen. Daher sei eine erhöhte Fähigkeit zur Antikörperflucht und nicht eine verbesserte Infektion von Wirtszellen die wahrscheinliche Ursache für die verstärkte Ausbreitung von „Eris“ und XXB.2.3, sagt Seniorautor Markus Hoffmann vom Deutschen Primatenzentrum.
Die Autorinnen und Autoren der Studie gehen davon aus, dass diese Impfstoffe auch gegen EG.5 und seine Unterlinien wirksam sein werden. Sie begründen dies damit, dass es sich bei Eris um einen Abkömmling der nahverwandten XBB.1.9-Linie handelt und die verschiedenen XBB-Unterlinien untereinander nur geringfügige Unterschiede aufweisen. Eine Erst- beziehungsweise Auffrischungsimpfung sei daher insbesondere für Risikogruppen und ihre Angehörigen ratsam.
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