Cristiano Ronaldo spielt mit seinem Erbe: Der portugiesische Superstar reist vorzeitig vom Nationalteam ab, es droht ein unrühmliches Ende einer großen Geschichte. Bei der Mannschaft, die er über Jahrzehnte anführte, kommt es zu einer ungerührten Reaktion.
Cristiano Ronaldo spielt mit seinem Erbe: Der portugiesische Superstar reist vorzeitig vom Nationalteam ab, es droht ein unrühmliches Ende einer großen Geschichte. Bei der Mannschaft, die er über Jahrzehnte anführte, kommt es zu einer ungerührten Reaktion.
Nur wenige Stunden nach seiner Abreise aus dem Teamquartier hat Portugals Fußball-Nationalmannschaft die legendäre Trikotnummer von Cristiano Ronaldo neu vergeben. Beim Nations-League-Spiel in Dänemark wird Rafael Leão heute Abendmit der 7 auf dem Rücken und der Brust spielen. Das geht aus den offiziellen Kaderlisten für das Spiel in Kopenhagen hervor. Der 27-jährige Rafael Leão stürmt seit dieser Saison zusammen mit Leroy Sané für Galatasaray Istanbul.
Welche Bedeutung diese Nummer für Ronaldo hat, zeigt allein sein Markenname "CR7". Der 41 Jahre alte Rekordnationalspieler hatte sie bei der Nationalmannschaft 2008 und damit vor 18 Jahren von Luís Figo übernommen. Weil er beim 2:1-Sieg in Norwegen nur auf der Bank saß und auch gegen Dänemark keinen Platz in der Startelf zugesprochen bekam, hatte Ronaldo das portugiesische Teamquartier am Vorabend des Dänemark-Spiels verlassen.
Er flog mit einer Privatmaschine nach Madrid und wird wahrscheinlich nicht mehr für die Nationalmannschaft zum Einsatz kommen. Zu seinen Beweggründen machte er jedoch keine offiziellen Angaben - und beließ es vorerst bei einer kryptischen Andeutung: "Nach der Pressekonferenz des Nationaltrainers und im Anschluss an ein Gespräch mit dem Präsidenten des portugiesischen Fußballverbands habe ich beschlossen, das Trainingslager der Nationalmannschaft zu verlassen", teilte Ronaldo in den sozialen Medien mit.
"Zu gegebener Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit über die Gründe für meinen Abschied von der Nationalmannschaft sagen, der ich mich stets mit ganzer Kraft gewidmet habe", so Ronaldo weiter. Nun sei es an der Zeit, "Portugal und all meinen Teamkollegen ohne Ausnahme viel Glück zu wünschen". Angaben dazu, ob die Abreise gleichbedeutend mit einem Rücktritt aus der Nationalmannschaft ist, machte Ronaldo keine. Bislang bestritt er für Portugal 234 Länderspiele, in denen er 146 Tore erzielte.
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