Gerwyn Price offenbart beim Darts World Grand Prix in Leicester seine abergläubischen Rituale: gleicher Stuhl, gleiches Shirt. Im Viertelfinale trifft er auf Jonny Clayton.
Der walisische Darts-Profi und ehemalige Weltmeister Gerwyn Price (41) hat am Donnerstag während des Darts World Grand Prix im englischen Leicester einen bizarren Tick enthüllt. In einem Interview erklärte Price, dass er abergläubisch sei und bestimmte Handlungen wiederholen müsse. So sitze er während des gesamten Turniers auf demselben Stuhl und am selben Tisch. Diese Offenbarung sorgt für Aufsehen, zeigt sie doch, wie tief Aberglaube im Profisport verwurzelt sein kann.
Gerwyn Price und seine abergläubischen Rituale
Price gab zu, dass sogar die Hygiene unter seiner strikten Routine leiden muss. Lachend gestand er, dass er sein Oberteil nicht wechsle, jedenfalls nicht sehr oft. Erfolg stehe für ihn über allem, und er werde genau das tun, was nötig sei, um die Dämonen aus seinem Kopf fernzuhalten. Diese Einstellung hat ihm bereits den Weltmeistertitel 2021 eingebracht.
Der Aberglaube von Price ist kein Einzelfall im Sport. Viele Athleten haben Rituale, um sich zu konzentrieren und Glück zu bringen. Doch die Offenheit, mit der Price über seine ungewöhnlichen Gewohnheiten spricht, ist bemerkenswert. Sie zeigt, dass selbst Weltmeister auf mentale Tricks angewiesen sind.
Erfolg beim World Grand Prix in Leicester
Aktuell scheint diese Strategie aufzugehen: Price erreichte in diesem Jahr in fast jedem großen Turnier das Halbfinale. Beim laufenden World Grand Prix dominiert der Waliser bisher und schaltete Sebastian Bialecki (22) und Ross Smith (37) ohne Satzverlust aus. Im Viertelfinale wartet nun Landsmann Jonny Clayton (51). Das Duell der beiden World-Cup-Teamkollegen hat Geschichte.
Price scherzte über seinen Kontrahenten: Jonny habe ihn vor ein paar Jahren im Finale dieses Turniers ordentlich erwischt. Aber er habe auch auf der Bühne gesagt, dass Clayton in diesem Jahr in Runde eins Glück gehabt habe. Hoffentlich habe er in der nächsten Runde kein Glück. Clayton hatte Runde eins am Montag nur knapp überstanden und gegen den Polen Krzysztof Ratajski (49) einen 2:1-Sieg geholt.
Favoritensterben und Prices Fokus
Nachdem mit Luke Littler (19) und Michael van Gerwen bereits zwei Top-Favoriten auf den Titel ausgeschieden sind, scheint ein Titel für Price erreichbarer denn je. Doch der will sich auf sich selbst konzentrieren. Er betonte, dass es ihn nicht interessiere, was andere Spieler machen. Es seien noch so viele gute Spieler im Feld. Jonny habe großartig gespielt, seine Chancen genutzt und gegen Wessel ein paar große Finishes gesetzt.
Außerdem spiele Clayton auf den Floor-Turnieren hervorragend. Egal, ob Luke oder Michael raus sei, es bleibe ein sehr schweres Turnier, das man erst einmal gewinnen müsse. Price konzentriert sich Schritt für Schritt auf sein eigenes Spiel. Dabei soll ihm sein geliebtes Shirt helfen – auch wenn es etwas müffeln könnte.
Die Darts-Welt schaut gespannt auf das Viertelfinale zwischen Price und Clayton. Es ist nicht nur ein Duell zweier Waliser, sondern auch ein Aufeinandertreffen zweier Teamkollegen, die sich bestens kennen. Für Price könnte der Weg zum Titel frei sein, doch er weiß, dass noch viele Hürden zu nehmen sind. Sein Aberglaube mag bizarr erscheinen, aber er ist ein Teil seines Erfolgs. Ob das schmutzige Shirt ihm auch diesmal Glück bringt, wird sich zeigen.
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