Iran will jetzt auch Gebühren für Unterseekabel in Hormus. Experten warnen vor Risiken für Internet, Finanzmärkte und Energiehandel.
Iran entdeckt die Unterseekabel in der Straße von Hormus als neues Machtinstrument – und droht indirekt mit Störungen des globalen Datenverkehrs.berichtet, diskutiert Teheran Pläne, Gebühren für Unterseekabel zu verlangen, die durch die strategisch wichtige Meerenge laufen.
Zugleich drohen staatsnahe Medien indirekt mit Störungen des weltweiten Datenverkehrs, sollten Unternehmen oder Betreiber nicht kooperieren. Unterseekabel sind zentral für Internet, Finanzmärkte, Cloud-Dienste und internationale Kommunikation. Nach Angaben von CNN betrachtet die iranische Führung die Kabel zunehmend als strategisches Druckmittel. Die Datenleitungen transportieren einen Großteil des globalen Internet- und Finanzverkehrs zwischen Europa, Asien und den Golfstaaten.
Ein Ausfall könnte Banken, Börsenhandel, Energieexporte oder KI-Cloudsysteme beeinträchtigen. Ein Sprecher des iranischen Militärs erklärte laut CNN: „Wir werden Gebühren auf Internetkabel erheben. ” Staatsnahe Medien der Revolutionsgarden forderten demnach, dass Kabelbetreiber künftig iranische Gesetze akzeptieren und Wartungsrechte ausschließlich iranischen Firmen übertragen. Gleichzeitig bleibt unklar, wie Teheran diese Forderungen praktisch durchsetzen will.
Wegen der US-Sanktionen dürfen viele westliche Unternehmen ohnehin keine Zahlungen an Iran leisten. Besonders sensibel ist die Lage, weil mehrere internationale Datenkabel die Region passieren. Zwar verlaufen viele Leitungen bewusst außerhalb iranischer Gewässer, zwei wichtige Kabelsysteme führen laut Experten jedoch direkt durch iranisches Territorium. Sicherheitsanalysten warnen deshalb vor möglichen Angriffen durch die Revolutionsgarden mit Unterwasserdrohnen oder Kampftauchern.
Ein großflächiger Schaden könnte laut CNN eine „digitale Katastrophe“ auslösen. Der Hintergrund ist auch wirtschaftspolitisch relevant: Der Iran versucht offenbar, seine geografische Lage ähnlich zu nutzen wie Ägypten den Suezkanal. Dort erzielt Kairo seit Jahren hohe Einnahmen aus Transit- und Lizenzgebühren für internationale Infrastrukturprojekte. Experten betonen allerdings, dass die rechtliche Lage in der Straße von Hormus deutlich komplizierter ist.
Zwar machen die durch die Straße von Hormus verlaufenden Kabel laut „TeleGeography“ weniger als ein Prozent der weltweiten internationalen Bandbreite aus. Für die Golfregion, Teile Asiens und einzelne Finanz- und Energierouten können Störungen dennoch erhebliche Folgen haben. Zuvor drohte Teheran auch damit, seine Kontrolle über die Straße von Hormus anders zu monetarisieren.
Nach Angaben der „Financial Times“ forderte das Regime für Die Straße von Hormus entwickelt sich zunehmend zu einem selektiv kontrollierten Korridor: Iranische Tanker dürfen passieren, einzelne Staaten handeln diplomatische Ausnahmen aus, während viele Reedereien die Route wegen Angriffen und hoher Versicherungsrisiken meiden. Trotz des Kriegs passieren weiterhin täglich Dutzende Schiffe die Meerenge. Beobachter sehen darin dieselbe Strategie wie bei den Unterseekabeln: Teheran versucht, seine geografische Schlüsselposition am Golf in politischen Einfluss und neue Einnahmequellen umzuwandeln.
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