Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schaute für die Pläne zur Klinikreform auch nach Dänemark. Vielleicht lohnt ein zweiter Blick gen Norden. Ein Kommentar.
Als Karl Lauterbach unter dem Eindruck der gerade erst abflauenden Coronakrise einen kleinen Kreis an Fachleuten versammelte, wusste der Gesundheitsminister, worauf er sich einlässt. Wer Krankenhäuser reformieren will, plant das besser in nicht allzu großer Runde. Sonst hätten Klinikbetreiber, Landesregierungen, Krankenkassen eigene Interessen durchzusetzen versucht.
Und so informierte Lauterbach sie erst, als der Reformplan in Grundzügen fertig war. Deshalb ringt Lauterbach nun im Nachhinein mit denen, die er zuvor nicht dabei haben wollte. Das ist schwierig, denn Regionalpolitiker und Fachverbände sagen ungern: Einige Abteilungen unserer örtlichen Klinik sind allenfalls Mittelmaß –Dabei hat Lauterbach recht. In Deutschland gibt es zu viele Kliniken, die sich um bestimmte Patienten, im Abrechnungsjargon: Fallpauschalen, streiten.
Gut, dass Lauterbach das ändern will: Kliniken sollen Geld erhalten, weil sie da sind, also potenzielle Hilfe vorhalten. Und weil sie dann weniger der unnötigen, durch die Fallpauschalen ausgelösten Eingriffe durchführen werden, so die Idee, kostet die Reform kein Extrageld. Kann das klappen?
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