Wenn am Samstag Charles gekrönt wird, spielen neben der anglikanischen Staatskirche auch andere Konfessionen und Religionen eine Rolle. Erstmals sind sogar katholisch|e Bischöfe dabei. Konservative Anglikaner stören sich am toleranten Thronfolger.
Als Elizabeth II. 1953 zur Königin gekrönt wurde, war der Gottesdienst noch fast ausschließlich anglikanisch. Lediglich ein Repräsentant der presbyterianischen Church of Scotland durfte der Queen eine Bibel überreichen. Die anglikanische Kirche hat sich in der Reformationszeit von Rom getrennt, über Jahrhunderte war die Konfession ein Reizthema., gibt es erstmals auch Platz für andere Religionen und Konfessionen.
Erzbischof Justin Welby hält die Krönung "in erster Linie" für einen "Akt des christlichen Glaubens". Gleichzeitig enthalte der Gottesdienst neue Elemente, die die Vielfalt der heutigen Gesellschaft widerspiegeln würden. So werden erstmals Bischöfinnen einbezogen.Der britische Monarch setzt sich schon lange für religiöse Toleranz ein.
Im Krönungseid gelobt der Monarch unter anderem, die "rechtlich verfasste reformierte protestantische Religion" und den Status der Kirche von England aufrechtzuerhalten. Im feierlichsten Teil der Zeremonie wird der König vom Erzbischof gesalbt.Anders als 1937 bei George VI. und 1953 bei Elizabeth II. werden diesmal wohl auch katholische Bischöfe teilnehmen. Damals hatten sie die Einladung zur Krönung noch aus stillem Protest abgelehnt.
Erst seit dem sogenannten Perth Agreement 2015 führt die Heirat mit einem Katholiken nun nicht mehr zu einem Ausschluss. Der Herrscher selbst muss aber - schon als weltliches Kirchenoberhaupt der Anglikaner - weiter der Staatskirche von England angehören.Mit der Krone erbt Charles auch den päpstlichen Ehrentitel "Defensor fidei", also Verteidiger des Glaubens, - was historisch nicht ohne Ironie ist: Denn es war ausgerechnet König Heinrich VIII.
In der Vergangenheit bezogen die englischen Monarchen diese "Verteidigung des Glaubens" fast ausschließlich auf die Church of England, also die anglikanische Kirche. Charles nun versteht seine Aufgabe als "Beschützer des Glaubens" ausdrücklich mit Blick auf alle Religionen im Königreich.Nur noch 12 Prozent der Menschen beteiligen sich heute am anglikanischen Kirchenleben. Der Anteil der Christen in Großbritannien insgesamt ist auf 46 Prozent gesunken.
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