Deutsche Unternehmen investieren mehr in Klimaschutz

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Klimaschutz ist bei deutschen Unternehmen als wichtiges Thema erkannt:: 2022 sind die Investitionen kräftig gestiegen. Es reicht aber nicht, mahnt die KfW.

Klimaschutz ist bei Unternehmen als wichtiges Thema erkannt: Die Investitionen sind kräftig gestiegen, und immer mehr Unternehmen haben das Thema in der Strategie verankert. Es reicht aber nicht, mahnt die KfW.

2022 wurde mehr in den Klimaschutz investiert und auch bei der Verankerung in den Unternehmensstrategien gab es Fortschritte.Die deutschen Unternehmen investieren zwar trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten infolge der Energiekrise mehr in den Klimaschutz. Das Thema findet sich zudem immer öfter in den Unternehmensstrategien. Allerdings müsste deutlich mehr getan werden, damit Deutschland bis 2045 klimaneutral werden kann. Laut dem KfW-Klimabarometer sind die Klimaschutzinvestitionen 2022 real – also bereinigt um Preissteigerungen – um 18% auf 72 Mrd. Euro gestiegen. Im Schnitt lag das Volumen je Unternehmen bei 106.000 Euro nach 44.000 im Jahr zuvor. Dabei investierten die rund 11.500 befragten Unternehmen aller Größenklassen vor allem in klimafreundliche Mobilität, gefolgt von Projekten zur Erzeugung oder Speicherung von Strom oder Wärme aus erneuerbaren Energien, sowie in Energieeffizienzmaßnahmen im Gebäudebestand. „Klimaschutz als Investitionsbereich ist für die Unternehmen messbar relevanter geworden“, erklärte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. „2022 floss bereits jeder siebte Euro der gesamten Neuinvestitionen des Unternehmenssektors in Klimaschutzvorhaben. 2021 war es nur jeder Achte." Zwar habe sich die Investitionslücke damit"substanziell verkleinert", doch um 2045 klimaneutral zu sein, seien im Unternehmenssektor mehr als 120 Mrd. Euro an jährlichen Investitionen nötig. Luft nach oben gibt es auch anderer Stelle: So haben nur zwei Drittel der Befragten Klimaschutz in ihrer Strategie verankert, und nur 15 % haben eigene Klimaneutralitätsziele.-Fußabdrucks ist häufig noch die Ausnahme", wie es bei der KfW heißt. Der Rückhalt für das politische Ziel der Klimaneutralität Deutschlands ist allerdings groß: 59% der Befragten stehen gänzlich oder zumindest teilweise hinter dem Ziel. Klimaschutz ist allerdings auch eine Frage der Branche und der Unternehmensgröße, wie die Umfrage zeigt. Denn Kleinst- und Kleinunternehmen haben die Investitionen 2022 im Vergleich zum Vorjahr real, also preisbereinigt, reduziert – und zwar um 11% bzw. 5%. Die größten Anstiege gab es bei den mittleren Unternehmen und den größeren Mittelständlern . Großunternehmen investierten 17% mehr als im Jahr zuvor. Unter den Branchen weitete lediglich das verarbeitende Gewerbe und die Dienstleister ihre Klimaschutzinvestitionen aus. Bau und Handel reduzierten sie hingegen. Allerdings macht dem Handel die Kaufzurückhaltung der Verbraucher wegen der nur langsam rückläufigen Inflation zu schaffen, und der Wohnungsbau wird neben den höheren Energie-, Material- und Finanzierungskosten mit einer rekordhohen Stornowelle konfrontiert, da sich viele Projekte eben infolge der Zinswende nicht mehr lohnen. Schwung in die Klimaschutzinvestitionen brachten – vor allem im ersten Halbjahr – Vorzieheffekte wegen der sich abzeichnenden Fremdkapitalverteuerung und steigender Investitionsgüterpreise. Zudem dürften die stark gestiegenen Energiepreise für fossile Energieträger die Investitionen in die Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien attraktiver gemacht haben. Die Klimaschutzinvestitionen wurde zum Großteil durch Eigenmittel gestemmt. Zwischen 42% des Volumens bei Kleinstunternehmen und 91% bei Großunternehmen entstammten der Innenfinanzierung aus eigenen Gewinnen, der konzerninternen Finanzierung sowie in geringem Ausmaß Einlagen von Gesellschaftern. Mittelständische Unternehmen banden dabei im Vergleich zu Großunternehmen häufiger Bankkredite und Fördermittel zur Finanzierung ihrer Projekte ein. Als Hemmnisse für Investitionen in Klimaschutz gelten Unternehmen vor allem wirtschaftliche und finanzielle Aspekte: Der KfW zufolge sieht jedes zweite Unternehmen die Unsicherheit über die Wirtschaftlichkeit der Investition als sehr relevante oder eher relevante Hürde. 45% nannten fehlende finanzielle Ressourcen. Aber auch Lieferschwierigkeiten bei Klimaschutztechnologien, Fachkräftemangel sowie Informationsdefizite über eigene Treibhausgas-Einsparmöglichkeiten standen Investitionen entgegen.Bei Nachhaltigkeit gibt es eine oft unzulängliche EU-Regulierung. Viel Arbeit für die Gesetzgeber in Brüssel, die 2024 einiges gerade ziehen wollen.Der grüne Fondsanbieter der Evangelischen Bank in Kassel sieht sich auf Wachstumskurs. Das Geld soll dabei von nicht-kirchlichen Kunden kommen.Frauen verdienen knapp ein Fünftel weniger als Männer: Seit 2020 stagniert die Lohnlücke bei 18%. Auch 2023 hat sich daran nichts geändert.Die NRW.Bank geht mit einer neuen Nachhaltigkeitsstrategie ins neue Jahr. Das Ziel: Bis spätestens 2045 will die Förderbank Nordrhein-Westfalens klimaneutral sein.

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