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Deutscher Außenminister betont Völkerrechtsengagement vor UN-Wahl; US-Angriff auf Öltanker und Explosionen im persischen Golf

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Deutscher Außenminister betont Völkerrechtsengagement vor UN-Wahl; US-Angriff auf Öltanker und Explosionen im persischen Golf
UN-SicherheitsratVölkerrechtJohann Wadephul

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul versichert bei UN-Besuch das Engagement für das Völkerrecht vor der Wahl für den UN-Sicherheitsrat. Gleichzeitig meldet das US-Militär einen Angriff auf einen unbeladenen Öltanker im Persischen Golf, der einen iranischen Hafen ansteuerte. In der Nähe der iranischen Insel Qeschm gab es Explosionen. Im Libanon wurden bei einem israelischen Angriff nahe einem Krankenhaus vier Menschen getötet und 127 verletzt.

Außenminister Johann Wadephul hat kurz vor der erwarteten Zitterpartie bei der Wahl Deutschlands für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat versucht, Zweifel am deutschen Einsatz für das Völkerrecht zu zerstreuen.

"Wir haben immer das Völkerrecht klar verteidigt und werden das auch in Zukunft mit großer Konsequenz machen", sagte der CDU-Politiker am Rande eines Besuches bei den Vereinten Nationen in New York. Er sei fest überzeugt, dass Deutschland sowohl den Sicherheitsrat als auch die UN "insgesamt stärker und handlungsfähiger machen kann". Das US-Militär hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete angegriffen und damit außer Gefecht gesetzt.

Das Schiff habe versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen und sei daher vor der für Teherans Ölexport wichtigen Insel Kharg getroffen worden, teilt das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando auf der Plattform X mit. Die USA hatten am 13. April mit einer Blockade des gesamten Schiffsverkehrs begonnen, der in iranische Häfen ein- und ausläuft. In der Nähe der iranischen Insel Qeschm sind am frühen Morgen Explosionen zu hören.

Das meldet die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf örtliche Insider und Anwohner. Bei einem israelischen Angriff nahe einem Krankenhaus in der Stadt Tyrus im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums vier Menschen getötet worden. Bei dem Angriff nahe dem Krankenhaus Dschabal Amel seien zudem 127 weitere Menschen verletzt worden, darunter 39 Mitarbeiter der Klinik, teilte das Ministerium am Dienstag mit. Unter den verletzten Mitarbeitern befanden sich nach Angaben des Ministeriums vier Ärzte, 27 Krankenpfleger und acht Verwaltungsangestellte.

"Vier von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand und werden auf der Intensivstation behandelt. " Der Angriff habe außerdem "schwere und weitreichende Schäden auf den verschiedenen Stockwerken, in den Abteilungen und auf dem Parkplatz des Krankenhauses verursacht", heißt es weiter. Wie auch schon am Tag zuvor, bekräftigt US-Präsident Donald Trump ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zum Iran-Krieg andauern.

"Fake-News-Berichte, wonach die Islamische Republik Iran und die USA vor einigen Tagen die Gespräche eingestellt hätten, sind falsch und irreführend", schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute. " Er habe dem Iran gesagt: "Es ist an der Zeit, dass ihr auf die eine oder andere Weise einen Deal abschließt.

Ihr macht das schon seit 47 Jahren, und das darf nicht länger so weitergehen.

" Er spielt damit auf die Revolution von 1979 an, bei der die Monarchie durch die Islamische Republik ersetzt wurde. Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, bringt sich nach Einschätzung der USA immer mehr in die Amtsgeschäfte ein.

"Es gibt Hinweise darauf, dass er sich auf einer bestimmten Ebene zunehmend engagiert, obwohl die gesamte Kommunikation schriftlich und über Dritte läuft", sagt US-Außenminister Marco Rubio vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats. Modschtaba Chamenei war nach Angaben des iranischen Regierung am ersten Tag der Angriffe der USA und Israels am 28. Februar verletzt worden, trug aber demnach nur "oberflächliche Wunden" davon. Sein Vater Ayatollah Ali Chamenei wurde dagegen getötet.

Seitdem war Modschtaba Chamenei nicht mehr öffentlich aufgetreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand genährt hatte. Am 8. März wurde er zum Nachfolger seines Vaters im Amt des obersten Führers des Iran ernannt. +++ 20:34 Satellitenbilder zeigen Bauarbeiten: Iran gräbt verschüttete Raketendepots wieder aus +++ An Irans unterirdischen Raketenbunkern herrscht reges Treiben.

Mit Baggern und Muldenkippern versuchen die Mullahs, ihre Waffenlager wieder auszugraben. Auf Satellitenbildern ist zu sehen, dass die US-Angriffe nur die Eingänge verschüttet hatten. Die Bilder zeigen, wie schnell Teheran seine Feuerkraft wiederherstellt:

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