Die Katastrophenwahl von Berlin spürt man sogar in Amerika

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Die Katastrophenwahl von Berlin spürt man sogar in Amerika
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Die Abgeordnetenhauswahl in Berlin brachte ein für Deutschland katastrophales Ergebnis. Die Folgen davon sind bis in die USA zu spüren.

Die Abgeordnetenhauswahl in Berlin brachte ein für Deutschland katastrophales Ergebnis. Die Folgen davon sind bis in die USA zu spüren. Das Wahlergebnis von Berlin ist nicht nur für die Hauptstadt eine Katastrophe.

Es beschädigt ganz Deutschland. Ein Mitglied der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer erzählt mir, dass Unternehmen aus Texas ihre Investitionspläne für Bayern auf Eis gelegt haben. Der deutsche Föderalismus sei ihnen nur schwer zu erklären. Wenn die Hauptstadt kommunistisch wähle, sei das ganze Land gefährdet.

Tatsächlich ist die Gefahr groß, dass die Linke an die Macht kommt und radikalen Gruppen zu Einfluss verhilft. Große Teile der Muslime wählen Die Linke. Ihre Bürgermeisterkandidatin fügt in ihre Reden ganz bewusst immer wieder Sätze in türkischer Sprache ein. Viele ihrer Mitglieder hassen Juden und wollen den Staat Israel von der Landkarte streichen.

Eine aktive Gruppe der Partei ist die Kommunistische Plattform, die mehrere Delegierte stellte. Laut Verfassungsschutz wollen die Mitglieder über „einen revolutionären Weg eine kommunistische Gesellschaftsordnung durchsetzen“. Vernünftige Persönlichkeiten der SPD, wie die früheren Bürgermeister Momper und Müller und der Brandenburgische Ministerpräsident Woidke, warnen ihre Partei davor, mit den Linken zu koalieren. Bei den geplanten Sondierungen müsste sich die Unvereinbarkeit erweisen.

Eine Szene zeigt den legendären Auftritt des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy vor dem Westberliner Rathaus Schöneberg am 26. Juni 1963. Nur ein Buchstabe ist anders als im Original. In der Satire ruft Kennedy: „Ich bin kein Berliner.

“Warnung! Fallen Sie nicht auf die Werbung der Münchner Kammerspiele herein. Das Theater verkündet in seinem Spielplan viele Aufführungen von „Danton“ und weckt damit die Erwartungen auf „Dantons Tod“ von Georg Büchner. Mit diesem Drama wurden vor hundert Jahren die Kammerspiele eröffnet.

Die aktuelle Werbung ist ein Schwindel, eine grobe Täuschung des Publikums. Wer Karten kauft, um das berühmte Drama zu sehen, wird enttäuscht. Wer seinen Kindern Büchners Meisterwerk nahebringen möchte, verliert einen Abend. Nicht einmal die Neugier auf eine abenteuerliche Inszenierung wird befriedigt.

Wenn Theater Inszenierungen mit der Präposition „nach“ ankündigen, deuten sie damit an, dass sie es mit der Werktreue nicht sehr genau nehmen. Oft verbergen sich hinter dem „nach“ modische Verhunzungen von Klassikern. Ehrgeizige Regisseure machen auf sich aufmerksam, indem sie große Werke mit eigenem Senf oder fremden Texten verschlimmbessern. Nicht einmal das ist in den Münchner Kammerspielen zu sehen.

In Wahrheit erlebt der Zuschauer eine Art Revue aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums. Die Schauspieler attackieren mit eigenen Texten und Songs den früheren Chef Otto Falckenberg und zeigen die Schicksale von Mitgliedern des Ensembles, die den Nationalsozialisten zum Opfer gefallen sind. Diese Biografien werden originell und intensiv präsentiert, haben aber mit Georg Büchner wenig zu tun. Aus „Dantons Tod“, das Büchner mit 21 Jahren schrieb, sind nur wenige Bruchstücke eingestreut.

Meine Hoffnung richtet sich auf Wiesbaden. Das dortige Staatstheater kündigt für den März des nächsten Jahres „Dantons Tod“ an. FOCUS-Gründungschefredakteur Helmut Markwort war von 2018 bis 2023 FDP-Abgeordneter im Bayerischen Landtag.

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