Die Linken-Politikerin Elif Eralp im Gespräch mit der Jüdischen Gemeinde Berlin-Mitte: Worte und Taten gegen Antisemitismus

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Die Linken-Politikerin Elif Eralp im Gespräch mit der Jüdischen Gemeinde Berlin-Mitte: Worte und Taten gegen Antisemitismus
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Die Jüdische Gemeinde von Berlin-Mitte hat sich mit der Linken-Politikerin Elif Eralp über Antisemitismus und den Nahost-Konflikt ausgetauscht. Während Eralp ihre Ablehnung von Antisemitismus betonte, bleibt die Gemeinde skeptisch und fordert konkrete Taten, um die Sicherheit jüdischer Bürger unter einer möglichen Linken-Regierung zu gewährleisten.

Es war ein Treffen, das vertraulich bleiben sollte: Im Januar 2026 suchte die Linke n- Politik erin Elif Eralp (45) das Gespräch mit der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte.

Vertrauliches Treffen mit der Linken

BILD erfuhr von dem Treffen und fragte bei der Gemeinde nach. Heute ist ihr Vorsitzender bereit, darüber zu sprechen - und erzählt auch, wie er und die anderen Mitglieder auf den Wahlsieg von Eralp blicken. Die Vorgabe der Gemeinde war im Januar klar: keine Fotos, keine öffentlichen Statements, keine Berichte über das Treffen. Eralp kam mit einem kleinen Team, darunter der Berliner Linken-Fraktionsvorsitzende Tobias Schulze.

Auf der anderen Seite saßen mehrere Vertreter der jüdischen Gemeinde. Es ging um antisemitische Vorfälle innerhalb und im Umfeld der Linken, um die Situation jüdischer Berliner und um pro-palästinensische Demonstrationen, bei denen es immer wieder auch zu antisemitischen Parolen gekommen ist. Pavel Lyubarsky, Vorsitzender der Gemeinde, berichtet gegenüber BILD: Eralp habe deutlich gemacht, dass sie Antisemitismus für inakzeptabel halte und dagegen vorgehen wolle. Sein Fazit: "Ich hatte den Eindruck, dass sie es aufrichtig meint.

" Trotzdem blickt die Gemeinde beunruhigt auf den Ausgang der Abgeordnetenhauswahl in Berlin: "Wir machen uns große Sorgen. " Die Linke habe gezielt mit dem Nahost-Konflikt Wahlkampf betrieben, sagt Lyubarsky. Eine Befragung der Forschungsgruppe Wahlen ergab, dass 51 Prozent der befragten muslimischen Wähler für die Linke gestimmt haben.

Sorgen wegen Nahost-Wahlkampf der Linken

Macht sich Sorgen um die Situation jüdischer Berliner: Pasha Lybarsky, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-MitteIn der Jüdischen Gemeinde von Berlin-Mitte fürchtet man, dass die Ressentiments gegen jüdische Bürger unter einer Linken-Regierung weiter zunehmen könnten. An Eralp hat Lyubarsky deshalb zwei klare Forderungen: "Erstens: Sie muss sich klar von den kriminellen und antisemitischen Akteuren in ihrer Partei distanzieren.

Zweitens: Ein Problembewusstsein dafür, dass sicher nicht jeder Linke Antisemit ist, aber die Partei ein Klima mitprägt, das Antisemiten bestärkt.

"Elif Eralp hat öffentlich immer wieder betont, die Partei stehe für den Schutz jüdischen Lebens. Auch zum Thema Israel positionierte sie sich. Sie kritisierte einen umstrittenen Zionismus-Beschluss ihrer Partei und erklärte, sie stehe für das Existenzrecht Israels. Worte allein reichten aber nicht, sagt Lyubarsky: "Es müssen jetzt auch Taten folgen.

Bevor sie womöglich Verantwortung für die ganze Stadt übernimmt, sollte sie das erst mal in ihrer Partei beweisen.

Persönliche Erfahrungen mit Bedrohungen in Berlin

" Er fügt hinzu: "Für mich ist die Frage, ob sie es schafft. "Wie ernst die Sorgen der Gemeinde sind, hat Lyubarsky persönlich erlebt. Im Sommer wurde er auf offener Straße von einem jungen Mann antisemitisch beleidigt und bedroht. Der Mann habe unter anderem "I will kill you" und "Fuck Jews" gerufen und den Hitlergruß gezeigt, erzählt Lyubarsky.

Die Polizei nahm Ermittlungen auf. Besonders brisant: Später tauchte derselbe Mann, ein syrischer Flüchtling, in einem Bericht des "Tagesspiegel" auf. Dort beschwerte er sich, dass Menschen ohne deutschen Pass nicht wählen dürften. Nachdem der Zusammenhang mit dem antisemitischen Vorfall bekannt geworden war, wurde die betreffende Passage entfernt.

Trotz aller Kritik will Lyubarsky den Gesprächsfaden zu Eralp nicht abreißen lassen.

Tür für weitere Gespräche bleibt offen

"Unsere Tür bleibt für Frau Eralp offen. Wir wollen im Gespräch bleiben. "

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