Die Nachwahl für Keir Starmers Unterhausmandat beeinflusst die britische Außen- und Energiepolitik wie keine andere. Denn Labour will hier nicht gegen die Grünen verlieren.
Die Nachwahl für Keir Starmers Unterhausmandat beeinflusst die britische Außen- und Energiepolitik wie keine andere. Denn Labour will hier nicht gegen die Grünen verlieren. Angstgegner von Labour: Zack Polanski im Wahlkampf um das ehemalige Unterhausmandat von Keir Starmerist eine bodenständige Politikerin.
„Dieser Ort hat meine Familie als Flüchtlinge willkommen geheißen und uns Hoffnung gegeben, als wir sie am meisten brauchten“, sagt die Kandidatin von Labour für den Unterhaussitz des Londoner Wahlkreises Holborn & St. Pancras. Am kommenden Donnerstag findet dort eine Nachwahl statt, weil der glücklose Ex-Premier Keir Starmer das Mandat hingeschmissen hat, um sich Größerem zu widmen. Der Wahlkreis galt lange als sichere Bank für Labour.
Seit seiner Einrichtung 1983 zog kein Kandidat einer anderen Partei für ihn ins Parlament ein. Für gewöhnlich schickte Labour dort deshalb Leute ins Rennen, denen unbedingt ein Platz in Westminster gesichert werden sollte, Leute wie. Abdi-Wali ist ein anderer Typ Politiker. Sie war lange als Kommunalpolitikerin tätig und engagiert sich für Themen wie öffentlichen Wohnungsbau, den beklagenswerten Zustand des Sozialwohnungsbestands und die steigenden Energierechnungen.
Doch solche eher kommunalen Themen spielen bei dieser Wahl in Holborn & St. Pancras keine große Rolle. Denn hier tritt der Weltbürgerfür die Grünen an. Und damit geht es auf einmal um das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser, als würde darüber in Westminster entschieden. Ein Wahlkampfvideo, in dem Polanski recht holprig versucht, seinen Standpunkt in der pakistanischen Landessprache Urdu klarzumachen, brachte den Londoner Bürgermeister Sadiq Khan dazu, sich im Stadtparlament auf Urdu an Polanski zu wenden.
Khan hat also doch Humor. Für Polanski, der kein Wort verstanden haben dürfte, war es eine eher peinliche Episode. Vermutlich ist dem Parteichef der Grünen nicht klar, dass man in Holborn & St. Pancras eher Bengali spricht, von Französisch und Spanisch einmal abgesehen. Bereits bei der Nachwahl für den Wahlkreis Gordon & Denton im Februar hatten die Grünen Wahlkampf auf Urdu gemacht.
Während bei der Fremdsprachenkampagne Palästina im Vordergrund stand, adressierte die grüne Kandidatinals auch Außenminister Ed Miliband werden nicht müde, sich dafür zu entschuldigen, dass Labour nicht viel stärker gegen Israel Front gemacht hat. Gut möglich, dass das von Miliband angekündigte Einfuhrverbot für Waren aus israelischen Siedlungen im Westjordanland und die Sanktionen gegen Personen, die den Siedlungsbau finanzieren oder unterstützen, mit der Wahl in Holborn & St. Pancras zu tun hat.
Und auch auf die Energiepolitik hat die Wahl mehr Einfluss, als man erwarten würde. Sie ist aller Wahrscheinlichkeit nach der Grund dafür, dass die Regierung die Entscheidung über die Erschließung der Öl- und Gasfelderund Jackdaw in der Nordsee bis nach dem Wählervotum verschoben hat. Der Klimanotstand ist schließlich das zweitliebste Thema der grünen Champagnersozialisten. In Holborn & St. Pancras bleibt es spannend bis zum Schluss.
Wird die EZB bald eingreifen? Zumindest hat sich der Spread zwischen französischen Staatsanleihen und Bunds derart ausgeweitet, dass die Stabilität der Eurozone bedroht ist. Offene Immobilienfonds stehen unter Druck: Bürokrise und hohe Abschläge am Zweitmarkt nähren Zweifel an den Bewertungen. Die Bewährungsprobe könnte über kleine Fonds hinausgehen.
Wie KI und Robotik die schleichende Verarmung stoppen können Millionen Babyboomer verlassen den Arbeitsmarkt. Künstliche Intelligenz und Robotik könnten einen Teil der wegfallenden Arbeitsstunden ersetzen – und unseren Wohlstand aufrechterhalten oder sogar steigern. Wie Deutschland durch eine Modernitätsrevolution den ökonomischen Absturz verhindern kann. Die Ankündigung von Robinhood, den Aktienhandel auch am Wochenende öffnen zu wollen, sollte Stabilitätsverfechter auf die Barrikaden treiben.
Denn kommt der Markt überhaupt nicht mehr zur Ruhe, drohen extrem gefährliche Folgen. Die Helaba greift offenbar nach der IKB. Angesichts ihrer Probleme im Immobiliengeschäft und der Geldwäscheauflagen der Bafin hat die Landesbank genügend Baustellen. Mit einer Übernahme der IKB eine neue aufzumachen, wäre kontraproduktiv.
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