Das Nabada soll am Schwörmontag in Ulm stattfinden, die Fahrt auf dem Fluss könnte aber länger dauern. Warum Teilnehmer die Donau trotz Niedrigwasser nicht unterschätzen sollten.
Das Nabada soll am Schwörmontag in Ulm stattfinden, die Fahrt auf dem Fluss könnte aber länger dauern. Warum Teilnehmer die Donau trotz Niedrigwasser nicht unterschätzen sollten.
Die Donau führt derzeit ungewöhnlich wenig Wasser. Mit einem Abfluss von rund 38 Kubikmetern pro Sekunde fließt sie deutlich langsamer als sonst. Muss dasdeshalb ausfallen? Nein.
Das Wasser reicht aus – allerdings könnte die Fahrt länger dauern als gewohnt. Wenn es ganz schleppend läuft, steht Hilfe bereit. Auch auf die Lichterserenade am Samstag hat die lasche Strömung Auswirkungen.
„Oberste Priorität ist, dass das Nabada stattfindet“, betonte Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher bei der Vorstellung der Schwörfeierlichkeiten. Trotzdem werden die Teilnehmer auf der Donau in diesem Jahr mehr Geduld brauchen. Nabada-Organisationsleiter Marco Schwender schätzt, dass die Strecke von der Illerspitze bis zur Friedrichsau gute drei Stunden dauern wird. Auch die Kerzen bei der Lichterserenade könnten wegen der langsamen Strömung länger unterwegs sein.
Die Themenboote selbst seien davon kaum betroffen. Sie verfügen über eigene Motoren und können ihre Geschwindigkeit anpassen. Zusätzlich stehen Fähren bereit, die Teilnehmer bei Bedarf unterstützen und weiter flussabwärts bringen. Naheliegend erscheint die Frage, warum die Stadtwerke die Schleusen nicht öffnen, um die Strömung zu erhöhen.
Ganz so einfach ist das jedoch nicht. Wie Sabine Gauß, Abteilungsleiterin Interne Dienste der Stadt Kurzfristig lasse sich zusätzliches Wasser jedoch nicht einfach ablassen, da dafür Genehmigungen erforderlich seien. Deshalb müsse man mit den aktuellen Bedingungen planen. Auch wenn die Donau derzeit ruhig wirkt, warnen die Organisatoren davor, sie zu unterschätzen.
„Auch bei wenig Wasser gibt es Unterströmungen“, betonte Marco Schwender. Das Wasser sei derzeit mit rund 19 Grad vergleichsweise kühl. Wer mehrere Stunden auf dem Fluss unterwegs sei, könne schnell auskühlen. Die Organisatoren empfehlen deshalb Wechselkleidung und appellieren, während des Nabadens auf der Donau keinen Alkohol zu trinken.
Erst nach der Fahrt solle gefeiert werden. Bei Gewitter müsse das Wasser sofort verlassen werden. Entlang der Strecke sorgen zahlreiche Rettungskräfte für Sicherheit, an den Ausstiegsstellen liegen Rettungsdecken bereit. Mottoboote zu Krähen und Baustellen, Hunderte Schlauchboote, Einhörner und Flamingos: Auf der Donau herrschte beim Nabada am Schwörmontag 2025 wieder ein ganz buntes Treiben.
Hier unsere Bilder. Für Schwender ist die aktuelle Situation kein Einzelfall. Wegen steigender Temperaturen und ausbleibender Niederschläge könnten niedrige Wasserstände künftig häufiger auftreten. OB Ansbacher richtet einen Appell an alle Teilnehmer: „Ich rufe alle persönlich dazu auf, aufeinander Rücksicht zu nehmen.
“ Dann stehe auch einem sicheren und gelungenen Nabada nichts im Wege.
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