Digitale Außenwerbung setzt zunehmend auf Bewegung. Animationen, bewegte Logos und dreidimensionale Effekte gehören mittlerweile zum festen Bestandteil vieler Kampagnen auf digitalen Screens. Eine neue Untersuchung von Vistar Media zeigt nun, welchen Einfluss unterschiedliche Kreativformate tatsächlich auf die Werbewirkung haben.
Digitale Außenwerbung setzt zunehmend auf Bewegung. Animation en, bewegte Logos und dreidimensionale Effekte gehören mittlerweile zum festen Bestandteil vieler Kampagnen auf digitalen Screens, zumindest dort, wo das erlaubt ist.
Eine neue Untersuchung von Vistar Media zeigt nun, welchen Einfluss unterschiedliche Kreativformate tatsächlich auf die Werbewirkung haben. Die Studie „Science in Motion“, die gemeinsam mit der Omnicom Media Group und JCDecaux durchgeführt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass bewegte Inhalte in nahezu allen untersuchten Disziplinen besser abschneiden als statische Werbemittel.
Die Sphere in Las Vegas wurde in den letzten beiden Jahren bereits als Tennisball, als Basketball und als Fußball inszeniert, zuletzt von Adidas mit dem WM-Ball 2026 - Bild: MSG / The Sphere Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage, wie unterschiedlich stark animierte Werbemittel in Digital-out-of-Home-Kampagnen wahrgenommen werden. Dafür verglichen die Forscher statische Motive, leichte Animationen, voll animierte Spots sowie 3D-Kreationen miteinander. Laut der Studie steigt die Werbeerinnerung durch den Einsatz von Bewegung im Durchschnitt um 33 Prozent.
Die Markenbekanntheit erhöhe sich im Vergleich zu statischen Werbemitteln sogar um 50 Prozent. Besonders deutlich fiel der Effekt bei dreidimensionalen Motiven aus. Diese erzeugten laut der Untersuchung ein stärkeres Gefühl räumlicher Präsenz und schnitten bei der sogenannten Top-of-Mind-Awareness am besten ab. Gegenüber einer Kontrollgruppe erreichten 3D-Werbemittel einen zusätzlichen Effekt von zehn Prozentpunkten.
Im Vergleich zu Motiven ohne jegliche Bewegung seien sie damit 67 Prozent wirksamer gewesen. Die Studie ordnet damit einen Trend ein, der in den vergangenen Jahren vor allem durch spektakuläre Kampagnen auf großformatigen LED-Flächen in Innenstädten und Einkaufszentren sichtbar geworden ist. Marken setzen zunehmend auf visuelle Effekte, die räumliche Tiefe simulieren und Inhalte scheinbar aus dem Bildschirm herausragen lassen. Gerade auf hochwertigen digitalen Screens könne dies die Wahrnehmung deutlich verstärken.
Interessant ist dabei, dass laut der Untersuchung nicht zwangsläufig aufwendige Vollanimationen notwendig sind. Bereits kleine Bewegungen hätten messbare Effekte erzielt. Selbst ein rotierendes Logo könne ähnlich wirksam sein wie komplexe Videoanimationen. Entscheidend sei oftmals nicht die Intensität der Bewegung, sondern ihre bloße Präsenz.
Trotz der klaren Vorteile bewegter Inhalte sieht die Studie statische Werbemittel keineswegs als wirkungslos an. Auch unbewegte Motive erzielten demnach deutliche Effekte bei der Werbeerinnerung. Die Forscher verweisen darauf, dass allein die Präsenz auf hochwertigen digitalen Außenwerbeflächen einen erheblichen Beitrag zur Sichtbarkeit einer Marke leisten könne. Statische Motive erreichten in der Untersuchung einen Anstieg der gestützten Werbeerinnerung um 38 Prozent.
Damit relativiert die Studie zugleich den Eindruck, dass nur technisch aufwendige Kampagnen erfolgreich sein können. Für viele Werbetreibende spielen Produktionskosten, Zeitaufwand oder regulatorische Vorgaben weiterhin eine wichtige Rolle. Nicht überall sind bewegte Inhalte erlaubt. Gerade im öffentlichen Raum existieren in vielen Märkten Einschränkungen für stark animierte Werbeformen, um Ablenkung im Straßenverkehr zu vermeiden.
Martine Hammink, Vice President Creative Studio & Creative Solutions bei Vistar Media, verweist deshalb auf die praktische Einsetzbarkeit der Ergebnisse. Die Untersuchung solle Marken und Kreativteams dabei helfen, innerhalb bestehender Grenzen die jeweils passende kreative Entscheidung zu treffen. Die Studie zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Altersgruppen. Besonders stark reagieren jüngere Zielgruppen zwischen 18 und 34 Jahren auf bewegte Werbeinhalte.
Überraschend deutlich fiel allerdings auch die Wirkung von 3D-Formaten bei älteren Zielgruppen aus. In der Altersgruppe zwischen 50 und 65 Jahren erwiesen sich dreidimensionale Motive laut Untersuchung sogar als das effektivste Format zur Steigerung der Markenbekanntheit. Für die Außenwerbebranche liefern solche Ergebnisse zusätzliche Argumente im Wettbewerb mit anderen digitalen Kanälen. Digital-out-of-Home versucht seit Jahren, sich stärker als datengetriebenes und messbares Medium zu positionieren.
Unternehmen wie Vistar Media investieren deshalb nicht nur in programmatische Buchungstechnologien, sondern zunehmend auch in kreative Optimierung und Wirkungsforschung. Bereits 2023 hatte das Unternehmen mit dem Aufbau von „Vistar Studio“ eine eigene Kreativabteilung vorgestellt, die Werbekunden bei der Gestaltung von DOOH-Kampagnen unterstützt. Dabei spielen laut Unternehmensangaben auch Erkenntnisse aus der Wahrnehmungspsychologie und Neurowissenschaft eine Rolle. Untersucht werde etwa, wie Menschen bewegte Inhalte auf Screens verarbeiten oder welche visuellen Reize besonders stark Aufmerksamkeit erzeugen.
Laut dem deutschen Statthalter Ravi Ahluwalia zieht die Nachfrage nach 3D seitens Agenturen und Webrungreibenden inzwischen deutlich an.
“ Das verändert sich gerade sehr stark, die Nachfrage ist da. Ich kann ja mit einem Bildschirm schon immer 3D-Inhalte zeigen. Es gab leider im Markt nur ganz wenige Spezialisten dafür. Und wieder kommt jetzt die Technologie ins Spiel: Generative AI wird den Zugang zu 3D-Inhalten deutlich einfacher machen”,Parallel dazu entwickelt sich die gesamte DOOH-Branche zunehmend in Richtung datenbasierter Kampagnensteuerung.
Standortdaten, Bewegungsmuster und situative Faktoren wie Wetter oder Tageszeit fließen inzwischen in die Ausspielung von Werbemitteln ein. Vistar Media beschreibt digitale Außenwerbung heute als Medium, das sich ähnlich präzise planen lasse wie digitale Onlinewerbung. Die Ergebnisse der „Science in Motion“-Studie dürften deshalb vor allem für Kreativagenturen und Mediaplaner relevant sein. Sie liefern Hinweise darauf, welche gestalterischen Elemente innerhalb datengetriebener Kampagnen tatsächlich zusätzliche Wirkung entfalten können.
Die Untersuchung deutet darauf hin, dass Bewegung auf digitalen Außenwerbeflächen nicht nur ein gestalterischer Trend ist, sondern messbare Effekte auf Aufmerksamkeit und Markenwahrnehmung haben kann. Interview mit Tanja zu Waldeck, COO der TX Group, über die KI-Transformation eines alteingesessenen Züricher Verlagshauses und die Notwendigkeit zur DiversifizierungUber rührt gerade kräftig die Werbetrommel: Der Business-Bereich launcht seine erste Markenkampagne, Eats startet mit neuer Agentur und Kampagne durch, und jetzt kommt auch noch Mobility mit neuer Kommunikation und Agentur sowie mit TV-Werbung daher.
Konstant bei all dem Neuen ist die Mediaagentur aus des Hause Omnicom. Es war zu erwarten und nun ist es offiziell: Die Deutsche Telekom und Ströer wiederholen ihre Erfolgskampagne “Toralarm” aus dem Jahr 2024 auch für die WM in Übersee. Über Details halten sich die Partner noch bedeckt, klar aber ist, dass sich die Mechanik ändern muss, weil viele Tore nachts fallen. Der Name “Toralarm” wird voraussichtlich bleiben.
Neben ARD Plus Lindenstraße und ARD Plus Krimi soll es bald einen dritten FAST-Channel von ARD Plus und High View geben: Am 28. Mai startet ARD Plus Zoo. Der Channel wird zunächst ausschließlich über Samsung TV Plus verbreitet. * Hiermit bestelle ich den kostenlosen Newsletter DS-GVO).
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