Laura Freigang trifft und trifft für Eintracht Frankfurt vor dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen Bayern München. Die Stürmerin hat es auch zurück in den DFB-Kader geschafft. Doch ihr droht noch immer eine Sperre. data-manual=googleTeaserText
Laura Freigang trifft und trifft für Eintracht Frankfurt vor dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen Bayern München. Die Stürmerin hat es auch zurück in den DFB-Kader geschafft. Doch ihr droht noch immer eine Sperre. m Mittwochabend erst wieder.
Da sprintete Laura Freigang bei einem Angriff in Richtung Strafraum, als der Ball zu ihr kam, passte sie ihn nach rechts außen – und als er dann etwas unerwartet abermals bei ihr landete, schickte sie ihn lässig zum 2:1 ins linke untere Eck. In dem Moment drehten sich die Machtverhältnisse gegen den FH Hafnarfjördur. Etwas mehr als eine halbe Stunde später hatten die Fußballerinnen vonDer Sieg gegen das isländische Team war der sechste in Serie.
Die Frankfurterinnen haben ordentlich Selbstvertrauen gesammelt, just vor dem Spitzenspiel in der Bundesliga an diesem Samstag gegen Titelverteidiger Bayern München. Und immer wieder hat Laura Freigang sich dabei in den Fokus gespielt. Seit dem Start der neuen Saison hat die Stürmerin in elf Partien acht Tore erzielt. Es hat fast den Anschein, als wäre dies ihre Art, mit der schwierigen Situation umzugehen, in der sie sich noch immer befindet.
Die Anti-Doping Agentur spricht von einem „möglichen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen“. Der Fall der deutschen Nationalspielerin sei an den DFB weitergeleitet worden. – laut Bundestrainer Christian Wück aus sportlichen Gründen.
„Wir haben sehr lange überlegt, weil sie Erfahrung mitbringt, aber wir sie im Moment nicht so einsetzen können, dass sie uns auf dem Platz hilft“, sagte er damals. Freigang steht zwar weiter nicht im Dopingverdacht, die Tests sollen negativ ausgefallen sein. Aber auch Meldeversäumnisse im Zusammenhang von Dopingproben können Sperren zur Folge haben. In diesem Fall soll es sich um angebliche Missverständnisse bei den Ortsangaben handeln.
Wenn es schlecht läuft, ist Freigang für zwei Jahre raus. So hoch ist die maximale Sperre bei drei solcher Vergehen. Je nach Art des Verschuldens kann eine Sperre reduziert werden, laut Reglement beträgt sie auch dann mindestens ein Jahr. Wenn es jedoch gut läuft, spielt Freigang ohne Einschränkungen weiter: Nachdem ein Verfahren eingeleitet wurde, können Verstöße überprüft werden lassen.
Ein Strike kann auch wieder aufgehoben werden. , der Nada und dem Team um Freigang steht wohl vor allem zur Diskussion, ob der dritte Strike als solcher gezählt werden kann. Die betreffende Kontrolle soll an einem Spieltag angesetzt gewesen sein. Weil aber wohl ein entsprechender Eintrag fehlte, klingelten die Kontrolleure bei jener Wohnung, deren Adresse in der App stand, in der Freigang als Athletin des sogenannten „Registered Testing Pool“ Ortsangaben für unangekündigte Dopingkontrollen hinterlegen muss.
Als Nationalspielerin ist sie dafür verantwortlich. Wie es heißt, ist Freigang an dem Tag mit Verspätung noch getestet worden, den Strike gab es trotzdem. Freigang könnte der letzte Fall sein, bei dem es beim DFB liegt, ob eine seiner Nationalspielerinnen vom Platz muss Das Disziplinarverfahren liegt beim DFB, dessen Kontrollausschuss prüft den Fall und ist für die rechtliche Festlegung zuständig, ob also ein Verstoß vorliegt und welche Sanktion ergehen könnte.
Dieses Prozedere wird sich, unabhängig von Freigangs Fall, bald ändern, denn im September hat der DFB bei einem außerordentlichen Bundestag. Bisher hatte die Nada alle Dopingkontrollen genommen, das sogenannte Ergebnismanagement eines Falles aber an den DFB übergeben. Ab 1. Januar 2027 gilt ein neuer Welt-Anti-Doping-Code, dann „ist diese Aufteilung nicht mehr zulässig.
Über die Rechtsfolgen von Verstößen entscheiden dann nicht mehr die Organe der DFB-Sportgerichtsbarkeit, sondern ein Schiedsgericht“, schrieb der Verband in einer Mitteilung. Freigang könnte also der letzte Fall sein, bei dem es an den Rechtsinstanzen des DFB liegt, ob eine seiner bekanntesten Nationalspielerinnen vom Platz muss. Und das womöglich so lange, dass ihre Profikarriere erheblichen Schaden nehmen würde – oder auf diesem Niveau gar beendet sein könnte.
Freigang ist 28 Jahre alt, ihr Vertrag bei Eintracht Frankfurt läuft zum Ende dieser Saison aus. Gegen eine Sanktion des DFB könnte sie rechtlich vorgehen. Die Angelegenheit könnte sich also noch eine Weile ziehen. Von Seiten des DFB hieß es auf Anfrage: „Die Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses sind aufgrund des umfangreichen Sachverhalts und der komplexen medizinischen und rechtlichen Fragestellungen sehr zeitintensiv und dauern daher noch an.
“ Sportlich scheint Laura Freigang die drohende Sperre jedenfalls auszublenden und in Motivation umzuwandeln. Zum Saisonstart wurde sie als Kapitänin der Eintracht bestätigt, der Klub steht ausdrücklich hinter ihr. Taktisch hat sich ihre Rolle verändert, Freigang spielt nicht mehr vorrangig auf der Zehn, sondern offensiver als Teil einer Doppelspitze. Ihre Leistungen hat das beflügelt, und das hat die Stürmerin auch zurück ins Nationalteam gebracht.
„Ihr Auftreten auf dem Platz, ihre Präsenz auf dem Platz hat sich verändert“, sagte Bundestrainer Wück am Dienstag bei der Pressekonferenz vor den nächsten Länderspielen gegen Australien und Japan . DFB-Direktorin Nia Künzer bekräftigte, dass Freigang trotz des schwebenden Verfahrens nominiert ist: „Laura ist spielberechtigt. Sie hat mit sportlichen Leistungen überzeugt und deswegen ist sie dabei.
“sagte sie in einer ihrer wenigen Äußerungen zu diesem Thema bei einem Interview mit dem Hessischen Rundfunk im August: „Ich bin großer Hoffnung und guter Dinge, dass das alles gut ausgeht. Insofern alles in Ordnung.
“Die deutsche Fußball-Nationalspielerin Laura Freigang ist in den Fokus der Anti-Doping Agentur Nada geraten: Ihr droht wegen Formfehlern bei Dopingtests eine Sperre.
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