Düsseldorf: Polizei sucht Täter nach antisemitischem Angriff auf Juden

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Düsseldorf: Polizei sucht Täter nach antisemitischem Angriff auf Juden
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Nach einem brutalen Angriff auf einen 35-jährigen Juden in Düsseldorf sucht die Polizei mit Fotos nach zwei tatverdächtigen Männern. Die Jüdische Gemeinde verurteilt die Tat.

In Düsseldorf wird nach einem brutalen Angriff auf einen 35-jährigen Juden intensiv nach zwei tatverdächtigen Männern gefahndet. Die Polizei veröffentlichte Fotos der Gesuchten. Der Vorfall ereignete sich, als der Mann, der eine Kippa und einen Pullover mit der Aufschrift „ Israel Defense Forces “ trug, mit seiner Freundin spazieren war. Zunächst wurde er von einer Frau, die mit einer anderen Frau auf einer Bank saß, als „Kindermörder“ beschimpft. Es entwickelte sich ein Streitgespräch, in dessen Verlauf sich weitere Personen einmischten und der Jude schließlich zusammengeschlagen wurde.

Hintergrund und Tathergang

Der Angriff konnte nur durch das beherzte Eingreifen von drei Passanten beendet werden. Einer der Helfer wurde dabei durch einen Faustschlag verletzt. Auch der jüdische Mann erlitt leichte Verletzungen. Die beiden Angreifer und die Frauen konnten unerkannt entkommen. Die Polizei sucht nun mit Fotos nach den beiden Männern. Einer der Täter ist etwa 175 cm groß, hat dunkle, schulterlange und gelockte Haare und trug einen auffällig roten Jogginganzug. Sein Komplize ist etwa 180 cm groß und hat dunkle kurze Haare. Bei den Frauen handelt es sich um etwa 20 bis 25 Jahre alte Personen, die ebenfalls „nordafrikanischen Phänotyps“ sein sollen.

Reaktionen und Betroffenenaussagen

Das Opfer zeigte sich nach dem Angriff unerschütterlich. Gegenüber der „Rheinischen Post“ erklärte der 35-Jährige, dass er nicht zum ersten Mal in der Öffentlichkeit Probleme bekommen habe. Dennoch werde er nichts an seinem Verhalten ändern. Auf die Frage, ob er in Zukunft auf das Tragen der Kippa verzichten werde, antwortete er: „Nein. Niemals. Wenn überhaupt, werde ich noch öfter mit der Kippa nach draußen gehen.“ Die Jüdische Gemeinde in Düsseldorf verurteilte den Angriff auf das Schärfste. Die Tat reiht sich in eine Serie antisemitischer Vorfälle in Deutschland ein, die in den vergangenen Jahren zugenommen haben.

Ermittlungen und Konsequenzen

Die Polizei Düsseldorf fahndet weiterhin nach den beiden Männern und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Die Ermittlungen dauern an. Der Angriff hat eine breite Debatte über Antisemitismus und die Sicherheit jüdischer Bürger in Deutschland ausgelöst. Die Jüdische Gemeinde fordert Konsequenzen und mehr Schutz für jüdisches Leben. Der 35-Jährige will sich von dem Vorfall nicht einschüchtern lassen und plant, weiterhin öffentlich seine Kippa zu tragen. Die Polizei sucht Zeugen, die die Tat beobachtet haben oder Hinweise zu den Tätern geben können.

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