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Ebola-Ausbruch in der DR Kongo: Fast 600 Fälle und anhaltende Herausforderungen

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Ebola-Ausbruch in der DR Kongo: Fast 600 Fälle und anhaltende Herausforderungen
EbolaDemokratische Republik KongoBundibugyo-Stamm

Die Demokratische Republik Kongo verzeichnet einen starken Anstieg der Ebola-Fälle auf 598, darunter 115 Todesopfer. Die Epidemie in den konfliktgeprägten Provinzen Ituri, Nord- und Süd-Kivu erschwert die Eindämmung durch geringe Kontaktverfolgung, Misstrauen und Angriffe auf Helfer. Internationale Maßnahmen wie Einreisebeschränkungen und Quarantänezentren werden ergriffen.

Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo meldet einen starken Anstieg der bestätigten Ebola fälle auf nahezu 600. Konkret sei die Zahl der Infektionen mit dem Bundibugyo-Stamm des Virus auf 598 gestiegen, wie die Regierung am Dienstag mitteilte.

Bisher starben 115 Menschen an der Krankheit, während 22 Patienten geheilt wurden. Der Ausbruch wurde am 15. Mai bekannt gegeben, blieb jedoch nach Behördenangaben wochenlang unentdeckt. Die Epidemie wütet in drei Provinzen, die von bewaffneten Konflikten geprägt sind: Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu.

In Ituri sind demnach 17 Gesundheitszonen betroffen, in Nord-Kivu sieben und in Süd-Kivu eine. Die Regierung forderte die Bevölkerung auf, bei Symptomen wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder starker Schwäche umgehend das nächste Gesundheitszentrum aufzusuchen. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, ist es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) notwendig, 90 Prozent aller Menschen, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren, zu ermitteln und zu beobachten. Derzeit liegt die Kontaktverfolgung nach Regierungsangaben in Kinshasa bei rund 64 Prozent.

Wichtig ist zudem die Entwicklung von Impfstoffen. Misstrauen gegenüber Gesundheitspersonal sowie Angriffe auf Bestattungsteams und Behandlungszentren erschweren die Bekämpfung. Die Demokratische Republik Kongo gilt zwar als eines der rohstoffreichsten Länder der Welt, leidet jedoch unter extremer Armut und schwacher Infrastruktur. Das zentralafrikanische Land hat bereits mehrere verheerende Ebolaausbrüche erlebt, darunter die zweitschwerste Epidemie weltweit von 2018 bis 2020 mit mehr als 2200 Toten.

Die US-Regierung hat europäische Staaten zu Einreisebeschränkungen für Reisende aus den von Ebola betroffenen zentralafrikanischen Ländern aufgefordert, um eine Virusausbreitung während der am Donnerstag beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft zu verhindern. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte im vergangenen Monat bereits ein Einreiseverbot für Ausländer verhängt, die sich in den vorangegangenen 21 Tagen in der Demokratischen Republik Kongo aufgehalten hatten. In Kenia selbst wurde noch nie ein Ebolafall registriert.

Dennoch wurde dort ein Quarantänezentrum auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia eingerichtet, das US-Bürgern Unterkunft bieten soll, die möglicherweise in der Demokratischen Republik Kongo mit dem Virus in Kontakt gekommen sind. Das Zentrum soll über 50 Isolierbetten verfügen, von US-Mitarbeitern verwaltet werden und steht offenbar kurz vor der Fertigstellung. Bei früheren Protesten gegen die Einrichtung wurden am 1. Juni laut Menschenrechtsgruppen zwei Menschen getötet.

Das oberste Gericht hatte zeitweise die Aussetzung der Arbeiten verfügt, was allerdings nicht umgesetzt wurde. Kenias Vizepräsident Rigathi Gachagua hatte Unterstützung für das Projekt signalisiert: "Es wäre äußerst bedauerlich, wenn wir eine Anfrage der Amerikaner, auf ihre eigenen Kosten eine Anlage zu errichten, ablehnen würden, denn dann würden wir sehr unmenschlich aussehen.

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