Die Forderungen nach Smartphone- und Social-Media-Verboten für Kinder und Jugendliche finden in Deutschland breite Zustimmung. Neue Untersuchungen aus den USA und Australien deuten jedoch darauf hin, dass die erhofften positiven Auswirkungen deutlich geringer ausfallen könnten, als vielfach...
Die Forderungen nach Smartphone- und Social-Media-Verboten für Kinder und Jugendliche finden in Deutschland breite Zustimmung. Neue Untersuchungen aus den USA und Australien deuten jedoch darauf hin, dass die erhofften positiven Auswirkungen deutlich geringer ausfallen könnten, als vielfach angenommen wird.
Ökonomen in den USA haben laut dem Bericht inzwischen Daten von Schulen ausgewertet, die Smartphones mithilfe verschließbarer Telefontaschen konsequent aus dem Unterricht verbannten. Die Mobiltelefone mussten hier bereits beim Betreten des Schulgeländes abgegeben werden. Verbote haben nie lange effektiv gehalten es gab immer Weg daran vorbei oder diese zu umgehen. Bin ich froh das ich als ich aus der Schule ging gerade so das Internet bezahlbar wurde und Youtube gerade so anfing.
Ich kenne noch 0,06 DM die Minute bei 40 DM Grundgebühr, da war man vorsichtig ja die Browserapp überhaupt versehentlich zu öffnen. Geht hier schon mit 4,5 los die Nichte bekam vor 3 Tagen eine Smartwatch, da ist es dann in 1-2 Jahren nicht mehr weit mit dem ersten Handy. Ich hatte mein erstes Handy mit glaub 19 oder 20. Auch sozialer Druck spielt eine wichtige Rolle.
Jugendliche, die sich konsequent an das Verbot halten, werden innerhalb ihrer Altersgruppe häufig als weniger beliebt wahrgenommen. Dadurch fühlen sie sich öfter ausgeschlossen und haben größere Schwierigkeiten, mit ihrem Freundeskreis in Kontakt zu bleiben. Wenn man nicht die neusten Klamotten die Konsole hatte war man auch schnell der Idiot der Klasse. Wunder mich nicht.
Ist relativ eindeutig, dass die aktuellen Jahrgänge entsprechend reagieren, wenn man ihnen ihre gewohnten Kommunikationsmittel und Informationsquellen entzieht. Vorteilhaft wird es erst für die nachfolgenden Jahrgänge, die noch gar keinen Kontakt zu sozialen Medien hatten. Moin. Verbote haben sich meiner Erfahrung nach nur selten als Wundermittel erwiesen.
Dennoch scheint mancherorts weiterhin die Hoffnung zu bestehen, gesellschaftliche Herausforderungen per Gesetzestext wegregulieren zu können. Statt Bildung und Medienkompetenz zu stärken, setzt man lieber auf Verbote. Liebe CDU/CSU, fühlt euch ruhig angesprochen. Die Treffsicherheit beim Verfehlen des eigentlichen Problems bleibt jedenfalls bemerkenswert.
Der Schulhof vor dem Verbot: Alle Kinder, egal ob Klasse 5 oder 10, sitzen irgendwo herum und spielen auf dem Handy oder schauen Videos. Nach dem Verbot: Es wird wieder Fußball gespielt, gekickert, Tischtennis gespielt, etc. Also für mich ist das positiv genug. Und zum Thema Social Media: Man schaue sich einmal die Videos darüber an, wie unglaublich schnell der Algorithmus einen zum Beispiel in die depressive Ecke schieben kann und nur noch so Videos zeigt, die vom Weltschmerz erzählen.
Wahlweise mit jedem anderen Thema austauschbar, jetzt nur noch rechte Politik, jetzt nur noch Videos über die Klimakatastrophe, jetzt nur noch Genderdysphorie. Weiß nicht, ob das förderlich ist, mit 10 Jahren nonstop damit bombardiert zu werden. Aber hey, wenn die Wissenschaft in einer Studie zu einem anderen Ergebnis kommt, dann muss ich ja falsch liegen.
Naja wer hätte das schon gedacht dass Social Media selbst gar nicht das Problem ist sondern die Gesellschaft die sie benutzt. Und wenn die Gesellschaft die gleiche bleibt, dann bringt auch ein verbot nicht viel. Aber ist mir schon klar ein verbot ist erstmal einfacher offiziell zu machen wie vernünftige Bildung für jung UND alt.
Die meisten Erwachsenen wissen doch immer noch nicht wie sie ihren Algorithmus gegensteuern können oder dass die tanzende Katze aus dem letzten TikTok Video KI war.
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