MeinMMO-Dämon Cortyn sieht ein Problem in WoW Forever – und zwar eines, das wir erst nach dem Release erkennen werden.
Bevor World of Warcraft Forever angekündigt wurde, dachte ich mir: Auf so ein Classic+ habe ich eigentlich gar keine Lust. Doch wie so oft bei Blizzard-Spielen, hat man sich dann im Freundeskreis gegenseitig hochgeschaukelt, bis doch irgendwie alle Lust darauf hatten.
Inzwischen bin ich mir sicher: Ich werde zwar nicht ewig bei WoW Forever bleiben, doch zumindest ein paar Wochen werde ich reinschauen und dann immer mal wieder, wenn mir das moderne WoW zu hektisch ist oder ich einfach die neuen Inhalte in Forever sehen möchte. Doch es gibt ein Problem an WoW Forever, das bisher viele noch nicht auf dem Schirm oder es in ihr Unterbewusstsein verdrängt haben.
Denn wir wissen inzwischen ziemlich ausführlich, was World of Warcraft Forever sein wird. Wir haben einen guten Eindruck davon, welche Mentalität die Entwickler an den Tag legen, welches Spielgefühl sie übermitteln wollen und wie ihr Fahrplan für die Zukunft aussieht.
Forever wird nicht über das Abo finanziert – nicht in 2026Da muss man einfach ganz realistisch sagen:und auch viele neue Leute ansprechen, aber es ist ein weiteres, eigenständiges Spiel, deren Entwickler bezahlt werden müssen und das Blizzard natürlich Geld einspielen soll. Es ist ja kein „Geschenk“ an die potenzielle Spielerschaft. Es ist am Ende ein Produkt, das Geld verdienen muss. Doch wie könnte WoW Forever noch zusätzlich Geld einnehmen?
Ein paar Optionen haben die Entwickler bereits ausgeschlossen:Die WoW-Marke würde das „Classic“-Gefühl beschädigen, ist also auch keine Option. WoW Forever hat ein Transmog-System, daher würde es sich anbieten, ähnlich wie im modernen WoW, kosmetische Gegenstände im Shop zu verkaufen. Doch schon bei dem Punkt denke ich mir: Das könnte bereits auf Widerwillen stoßen, zumal Transmog ein optionales Feature in Forever ist. Man kann es aktivieren, muss es aber nicht.
Wahrscheinlicher ist, das denke ich zumindest, dass Blizzard alle paar Monate einen größeren Patch rausbringt, der die Spielwelt erweitert. Diese Erweiterung bringt dann womöglich ein spielbares Volk oder gar eine neue Klasse mit sich. Diese Völker oder diese Klassen könnten dann hinter einer Paywall zu finden sein. Wer weiß, ob man später nicht für die Hochelfen bezahlen muss oder sich die neue Klasse des Barden für 20 oder 30 Euro erkaufen muss.
Immerhin werden viele neue Klassen bereits diskutiert. Das wird zwar auch schon kontrovers diskutiert, stört die allermeisten Leute aber nicht so sehr – denn für viele passen die Himmelsgeborenen ohnehin nicht in „ihr“ Classic und da es coole Alternativen gibt, wie einen untoten Paladin, fällt das noch nicht so ins Gewicht. Doch wenn ich im Kopf alle Optionen durchgehe, bleibt letztlich nur das.
WoW Forever wird zwar „ewig“ weiterentwickelt und bekommt neue Gebiete, Ruf-Fraktionen und Aufgaben – doch die großen Highlights, wie neue Klassen oder Völker, könnte ich mir gut hinter Kauf-Angeboten vorstellen . Gepaart werden könnte das wieder mit Bundles, die dann noch mehr kosten, im Sinne von: „Kaufe hier das Volk der Hochelfen und erhalte dafür im modernen WoW noch ein Housing-Item und in HotS den Hochelfen-Skin für Xal’atath.
“Womöglich nimmt Blizzard auch einen Mittelweg, den die meisten eher zähneknirschend hinnehmen würden: Vorabzugang. Wer bezahlt, kann die neue Klasse oder das neue Volk schon ein paar Tage vorher spielen. In einem Forever, bei dem der Weg das Ziel ist, wäre das nicht so schlimm – dann spielt man die neue Klasse halt ein paar Tage später. Vielleicht irre ich mich ja auch.
Vielleicht lockt WoW Forever ja tatsächlich so viele Spieler an, dass Blizzard sich mit den Abokosten vollkommen zufrieden gibt. Doch je länger ich über diese Möglichkeit nachdenke, desto eher denke ich: Das ist zu schön, um wirklich wahr zu sein. Es ist auf jeden Fall clever von Blizzard, das nicht schon im Vorfeld zu verraten. Denn so werden alle interessierten Spielerinnen und Spieler erst einmal in WoW Forever durchstarten und einige Wochen zocken.
Da baut man dann schon ordentlich „Sunk Cost Falacy“ auf – also das „eskalierende Commitment“: Je mehr Zeit oder Ressourcen man schon investiert hat, desto schwieriger wird es, wieder aufzuhören, auch wenn einem bestimmte Dinge nicht gefallen. Aber wie seht ihr das? Was glaubt ihr, wie wird WoW Forever monetarisiert und wo will Blizzard das Geld reinholen? Welche Art von Monetarisierung fändet ihr in Ordnung und welche wäre problematisch oder würde euch gar zum Aufhören bewegen?
Lasst es uns in den Kommentaren wissen. Mach mich damit vielleicht noch unbeliebter, aber sowohl Transmoggs im Shop sowie Rassen und Klassen per Paket freizuschalten, sind für mich absolut in Ordnung und ich empfinde es auch nicht als unfair.
Alles ist optional und damit absolut freiwillig und das ist schon wieder ein Risiko für ein Unternehmen, da man nie weiß, was wird wirklich gekauft wird und wasDas man auf biegen und brechen gewinn machen MUSS ist leider ein übler Teufel in der heutigen Zeit, ein Unternehmen was nach Abschluss aller geforderten Zahlungen, Löhne, Gewinnerwartungen usw auf 0€ kommt und dafür Tausende, Hunderttausende oder gar Millionen Spieler glücklich macht, würde theoretisch auch mehr als ausreichen. Meist geht es ja nur noch darum Übergewinne zu produzieren um damit Investoren zu befriedigen, die aber auch mit einem Erfolgreichem Produkt bei den geplanten Erwartungen, Gewinne machen.
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