Eisbären Berlin empfangen Nürnberg Ice Tigers zum DEL-Spitzenspiel

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Eisbären Berlin empfangen Nürnberg Ice Tigers zum DEL-Spitzenspiel
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Die Eisbären Berlin treffen als Tabellenzweiter am Sonntag auf Spitzenreiter Nürnberg Ice Tigers. Torhüter Jonas Neffin ist noch ohne Gegentor in dieser Saison.

Die Eisbären Berlin empfangen am Sonntag um 14 Uhr in der heimischen Arena den Spitzenreiter Nürnberg Ice Tigers zum Topspiel der Deutschen Eishockey Liga ( DEL). Die Berliner sind Tabellenzweiter mit 11 Punkten, während die Franken nach sechs Partien bereits 16 Zähler gesammelt haben.

Überraschender Saisonstart der Nürnberg Ice Tigers

Dass die Nürnberg Ice Tigers mit diesem Lauf in die Saison starten, gleicht einer Sensation. Stefan Ustorf, der lange in Berlin als Spieler und Sportlicher Leiter tätig war, hat das Team als Sportlicher Leiter über die Jahre stabilisiert und wurde aufgrund seiner guten Arbeit zum Geschäftsführer Sport befördert. Dennoch kommt die aktuelle Leichtigkeit überraschend.

Éric Dubois hat offenbar schnell einen guten Zugang zu seinem Team gefunden. Das 2:0 bei den Löwen Frankfurt war der beste Beweis dafür, wie eingespielt dieses Team bereits zu diesem frühen Saisonzeitpunkt wirkt.

Jonas Neffin glänzt als sicherer Rückhalt

Der herausragende Spieler in Frankfurt war Torwart Jonas Neffin, der neben zahlreichen Paraden auch noch einen Penalty im dritten Drittel entschärfte. Wie schon beim 4:0 gegen Iserlohn am vergangenen Sonntag blieb der 26 Jahre alte Schlussmann, der im Sommer von den Eisbären Regensburg aus der DEL 2 nach Berlin gewechselt war, ohne Gegentor. Damit hat er in dieser DEL-Saison noch keinen Gegentreffer kassiert.

Nach dem Abgang des früheren Torwartduos Jake Hildebrand (Mannheim) und Jonas Stettmer (Ingolstadt) stellten sich die Eisbären mit Neffin und Jack LaFontaine bekanntlich komplett neu auf. Und es war schwer vorherzusagen, wie schnell sich dieses Gespann als sicherer Rückhalt erweisen würde.

Gegenüber dem Tagesspiegel sagte Neffin, man werde nicht besser, wenn man dem anderen Schlechtes wünscht. Sich gegenseitig pushen und Spaß haben, gab er als Devise aus. Das geht bislang vollkommen auf, insbesondere, was seine Leistungen betrifft. Aber auch LaFontaine überzeugte bereits.

Jonas Neffin hat stark gehalten und einige gute Paraden gezeigt, lobte auch Stürmer Liam Kirk den Auftritt seines Torwarts. Auch Stürmer Liam Kirk gehört zu den prägenden Figuren des gelungenen Saisonstarts – und das nicht nur wegen seines Treffers zum 2:0.

Liam Kirk und Ty Ronning führen die Scorerliste an

Der Brite wirbelt mit seinem Sturmkollegen Ty Ronning derart übers Eis, dass dem einen oder anderen Gegenspieler schwindelig werden dürfte. Mit jeweils zehn Punkten nach den ersten fünf Spielen führen sie die DEL-Scorerliste an und vermitteln das Gefühl, dass sie nach dem vierten Titel in Serie dürsten.

Beim 3:4 in Mannheim oder dem 6:5 nach Penaltyschießen in Köln ging es mitunter auch mal wild zu. Aber gerade am Freitag in Frankfurt zeigten sich die Eisbären konzentriert bis zum Schluss und machten dem Gegner wenig Hoffnungen auf ein Comeback in diesem Spiel. Eine solche defensive Stabilität hatten die Berliner selbst in früheren erfolgreichen Jahren nur bedingt gezeigt. Entsprechend hatten auch Shutouts eher Seltenheitswert.

Ein weiterer Neuzugang, der am Freitag sein erstes Tor seit Anfang 2025 geschossen hatte, wirkt bislang als wichtiger zusätzlicher Stabilisator. Dass sein früherer Klub Kometa Brno 2025 mit ihm Meister geworden war, in der Folgesaison dann aber wegen seiner Verletzung Schwierigkeiten hatte, zeigt seinen Einfluss auf das Team. Die Eisbären setzen darauf, dass er genau diese Führungsqualität einbringt, jetzt, wo er wieder fit ist.

Pink in the Rink: Eisbären setzen Zeichen gegen Krebs

Am Sonntag werden Davidson und alle anderen neuen Spieler zum ersten Mal in den Genuss kommen, das pinkfarbene Eisbärentrikot überzustreifen. Seit 2011 spielen sie im Rahmen der Aktion Pink in the Rink mit diesen speziellen Jerseys, um ein Zeichen im Kampf gegen den Krebs zu setzen. Stefan Ustorf, der damals als Kapitän für die Eisbären spielte, hatte die Kampagne einst mit dem Verein initiiert. Insofern könnte es keinen besseren Anlass für ein Wiedersehen geben. Dass sich sein neuer Klub als Spitzenreiter mit dem ersten Verfolger misst, ist dabei natürlich eine besondere Konstellation.

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