Nach den Silvesterkrawallen in Berlin dominieren Getto-Bilder die Berichterstattung. Kaum einer beachtet den Drogenhotspot im Kleingartenidyll.
BERLIN taz | Nach Silvester war das Geschrei groß – junge Männer hatten die Polizei und Rettungskräfte in Berlin beschossen, es kam zu größeren Gewaltausbrüchen. In Berlin-Schöneberg gab es bereits zwei Tage vor dem Jahreswechsel eine „Böller-Randale“ , diese wiederholte sich am Folgetag.
Und auch in der Umgebung der Neuköllner Sonnenallee kam es wiederholt zu unkontrollierten Feuerwerksexplosionen. An den Abenden vor und auch nach Silvester klirrten oft die Scheiben, wenn giggelnde Jugendliche Knallkörper zündeten, deren Handel in Deutschland eigentlich verboten ist. Woher Faeser wusste, wer vornehmlich gewalttätig war, ist weitgehend ihr Geheimnis geblieben –, denn die Orte, an denen böse geböllert wurde, waren über die Stadt verteilt, die Berliner Innensenatorin Iris Spranger stellte bereits am 2. Januar fest: „Brennpunkte bildeten sich in Schöneberg, Kreuzberg, Mitte, Neukölln und Charlottenburg.“ Und der Tagesspiegel meldete am 11.
Ohne Hochhäuser geht's nicht Die Bilder waren gesetzt. Viele Artikel hatten als Bild für die Gewalt ein ausgebranntes Fahrzeug an der Sonnenallee gezeigt, im Hintergrund, hinter einer Bahnbrücke, sind noch Hochhäuser zu erahnen.
Hoppla, im Park mit „Märchenbrunnen“ und in den „Volksgärten“? Nicht etwa im Getto, das wir „4-Blocks“-Gucker alle sofort in den Wohnblöcken sehen?
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