Die Energiekonzepte Deutschland GmbH hat am 2. Oktober einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Rund 400 Mitarbeiter an 15 Standorten sind betroffen; der Geschäftsbetrieb läuft zunächst weiter.
Die Energiekonzepte Deutschland GmbH (EKD), einer der größten Anbieter von Solaranlagen auf dem deutschen Markt, hat am 2. Oktober beim Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahren s gestellt. Das Unternehmen mit Sitz in Leipzig (Sachsen) beschäftigt rund 400 Mitarbeiter an 15 Standorten. Der Geschäftsbetrieb läuft nach Angaben des Unternehmens uneingeschränkt weiter.
Insolvenzantrag und Beschäftigte
Die Beschäftigten wurden bereits am Mittwoch in einer Mitarbeiterversammlung über die finanzielle Notlage informiert. Dies berichtet die BILD-Zeitung. EKD-Sprecherin Julia Neuer bestätigte gegenüber BILD den Insolvenzantrag vom 2. Oktober. Sie betonte, dass die Löhne und Gehälter der rund 400 Mitarbeitenden über das Insolvenzgeld abgesichert seien. Diese Absicherung gilt jedoch nur für drei Monate.
Der Geschäftsbetrieb soll uneingeschränkt fortgeführt werden. Für Kunden bleibt der Kundenservice die Anlaufstelle, so Neuer weiter. Die Geschäftsführung strebt gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter eine Sanierung des Unternehmens an. In den nächsten Wochen sollen verschiedene Optionen geprüft werden.
Hintergründe der Insolvenz
Der Eigentümer, das Londoner Investmenthaus Pemberton, will kein weiteres Geld investieren. Ein Sprecher von Pemberton erklärte auf Anfrage von BILD, dass seit der Übernahme im Jahr 2025 zahlreiche Maßnahmen ergriffen worden seien, um die Sanierung voranzutreiben. Trotz dieser Bemühungen und angesichts des anhaltenden starken Marktrückgangs sei deutlich geworden, dass das Geschäft nicht mehr tragfähig war. Zum Schutz der Renditen und des Kapitals der Anleger habe man beschlossen, keine weiteren Mittel bereitzustellen.
Die EKD wurde 2018 von dem Selfmade-Manager Mathias Hammer mit nur zwei Mitarbeitern gegründet. Nach rasantem Wachstum verkaufte er nach und nach Anteile an Investoren. Es folgte ein Geschäftseinbruch nach dem Solar-Boom. Damals wurden 80 Jobs bei dem Anbieter für Photovoltaik-Komplettlösungen gestrichen und eine neue Geschäftsführung installiert. Ohne Erfolg: CEO Christian Arnold, der seit August 2025 an der EKD-Spitze steht, konnte das Ruder nach dem Absturz am Markt für Solaranlagen nicht herumreißen.
Zukunftsaussichten und Kundenbetreuung
Die Zukunft des Unternehmens ist ungewiss. Die Geschäftsführung prüft gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter verschiedene Optionen zur Sanierung. Für die rund 400 Mitarbeiter bedeutet die Insolvenz zunächst Unsicherheit, auch wenn die Gehälter für drei Monate über Insolvenzgeld gesichert sind. Kunden können sich weiterhin an den Kundenservice wenden.
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