Enttäuschende Zahlen und ein verhaltener Ausblick belasten Aktie von DHL schwer

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DHL hat kein Interesse an einer Übernahme von Schenker. Die Zahlen des Konzerns wurden überwiegend negativ aufgenommen.

Der Logistikriese DHL hat kein Interesse mehr an einer Übernahme von Schenker. Die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr wurden im Markt überwiegend negativ aufgenommen, ebenso wie der verhaltene Ausblick.

Das weltweit schleppende Wirtschaftswachstum und der maue Welthandel machen sich im Geschäft der Logistikkonzerne bemerkbar. Dies gilt auch für den Branchenriesen DHL . Das weltweit schleppende Wirtschaftswachstum und der maue Welthandel machen sich im Geschäft der Logistikkonzerne bemerkbar. Dies gilt auch für den Branchenriesen DHL .DHL verschreckt Investoren mit heftigem Umsatz- und ErgebnisrückgangDie DHL Group hat im vergangenen Jahr deutlich weniger umgesetzt und verdient als im Rekordjahr 2022. Die Erlöse sanken um 13,4% auf 81,8 Mrd. Euro und der operative Gewinn um ein Viertel auf 6,34 Mrd. Euro."Auch bei ausbleibender nennenswerter Erholung der Weltwirtschaft hat DHL Group damit ihre Ergebnisprognose getroffen, die bei mindestens 6,2 Mrd. Euro lag", teilt der Logistikkonzern mit. Die Konsensschätzung der Analysten, die nach Unternehmensangaben bei 6,43 Mrd. Euro lag, wurde jedoch verfehlt.Für die erste Hälfte des laufenden Jahres rechnet DHL nicht mit einem breiten konjunkturellen Aufschwung, sondern mit teils noch weiter rückläufigen Marktvolumina. In der zweiten Jahreshälfte geht der Konzern von einer positiveren weltwirtschaftlichen Dynamik im Vergleich zu 2023 aus. Für 2024 prognostiziert DHL ein Ebit zwischen 6,0 Mrd. und 6,6 Mrd. Euro – die Konsensschätzung im Markt lag bisher bei 6,63 Mrd. Euro – und einen freien Cashflow, bereinigt um Zu- und Verkäufe von Unternehmen oder Unternehmensteilen, von rund 3 Mrd. Euro. In der mittelfristigen Prognose für 2026 – die Mittelfristprognose des Konzerns bezieht sich von der laufenden Berichtsperiode ausgehend stets auf das übernächste Jahr – rechnet DHL mit einem operativen Ergebnis zwischen 7,5 Mrd. und 8,5 Mrd. Euro. Investoren reagierten negativ auf das Zahlenwerk und den Ausblick. Zeitweilig notierte die DHL-Aktie auf Xetra 7% schwächer und kostete 38,78 Euro. Damit rangierte der nach Börsenwert rund 46 Mrd. Euro schwere Konzern am Ende der Performance-Rangliste im Dax. Größter Einzelaktionär ist der Bund, der über die KfW 16,45% hält.Mit der Vorlage der Neunmonatszahlen hatte die Gruppe Anfang November die anfangs drei makroökonomischen Szenarien für 2023 – die mit unterschiedlichen Ebit-Prognosen für DHL verbunden waren – auf zwei reduziert, so dass für den Fall einer Erholung der Weltwirtschaft zum Jahresende ein operatives Ergebnis von rund 6,6 Mrd. Euro in Aussicht gestellt worden war und für den Fall einer ausbleibenden nennenswerten Erholung ein Ebit von mindestens 6,2 Mrd. Euro. Insofern hat DHL mit einem Ebit von 6,35 Mrd. Euro zwar ihre Prognose eingehalten, doch Analysten wiesen darauf hin, dass damals Aussagen des Vorstands mit Blick auf die Geschäftsentwicklung im vierten Quartal so gedeutet wurden, als ob das Ergebnis noch das obere Drittel der Zielspanne erreichen könnte. Auch deshalb zeigten sich am Mittwoch viele Beobachter enttäuscht von den Ergebnissen.Der bereinigte freie Cashflow erreichte im vorigen Jahr 2,94 Mrd. Euro und traf damit die DHL-Prognose von rund 3 Mrd. Euro, blieb jedoch leicht unter der durchschnittlichen Analystenerwartung von 3,1 Mrd. Euro. Halb im Spaß, halb im Ernst sagte CFO Melanie Kreis in der Bilanzpressekonferenz:"Ergebnisse wie Ebitda und Ebit sind nur Buchhaltung; das, was wirklich zählt, ist Cashflow." Das Unternehmen betont, dass das operative Ergebnis und der freie Mittelzufluss deutlich über den Werten des Vor-Pandemie-Jahres 2019 liegen, als 4,13 Mrd. und 867 Mill. Euro erreicht worden waren. Damit habe der Konzern in einem ausgesprochen schwachen Marktumfeld seine gestärkte Ertragskraft demonstriert.Den verwässerten Gewinn je Aktie gibt DHL mit 3,04 Euro an. Den Aktionären wird auf der Hauptversammlung am 3. Mai eine unveränderte Dividende von 1,85 Euro je Aktie vorgeschlagen. Die Ausschüttungsquote liegt auf Basis des Dividendenvorschlags mit 59% am oberen Ende des Zielkorridors von 40 bis 60%. Kreis erinnerte vor Journalisten an das Vorjahr, als einige Marktakteure Kritik an der verhaltenen Dividendenerhöhung – trotz des Rekordgewinns – geübt hatten. Dies habe man damals mit Blick auf die absehbare Schwäche im Welthandel und der globalen Konjunktur sowie im Sinne der Bilanzkontinuität entschieden.Das bestehende Aktienrückkaufprogramm, dessen Laufzeit bisher mit 2022 bis 2024 angegeben worden war, wurde bis 2025 verlängert und das Volumen um 1 Mrd. auf 4 Mrd. Euro aufgestockt. Im Berichtsjahr seien Aktien für insgesamt 925 Mill. Euro angekauft worden, in diesem Jahr bereits 400 Mill. Euro. Noch stünden 1,6 Mrd. Euro für Rückkäufe zur Verfügung, sagte Kreis. "Die strategischen Investitionen der letzten Jahre haben unsere Finanzkraft strukturell verbessert", sagte Kreis."Davon profitieren wir auch in Phasen mit schwacher wirtschaftlicher Dynamik." Zusätzlich habe die Gruppe 2023 die Preis- und Kostenstruktur optimiert."Damit ist DHL Group robust aufgestellt."Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat DHL kein Interesse mehr an einer Übernahme des zum Deutsche-Bahn-Konzern gehörenden Wettbewerbers Schenker. Diese klare Ansage machte DHL-Vorstandschef Tobias Meyer am Tag der Bilanzvorlage."Es gibt bessere Möglichkeiten, unser Kapital einzusetzen", sagte der CEO des Bonner Konzerns vor Medienvertretern. Schenker biete nicht das Wertsteigerungspotenzial, das man bei DHL erwarte, so Meyer weiter. Ein Zusammenschluss hätte"keine großen Skaleneffekte" ergeben. Ohnehin seien in der Logistikbranche Synergien schwer zu heben. Die Frist für sogenannte indikative Angebote läuft nach Angaben aus Marktkreisen Ende des Monats ab. DHL galt als einer der heißesten Kandidaten aus der Branche, die an Schenker hätten interessiert sein können. Die DHL Group hat im vergangenen Jahr gut 13% weniger umgesetzt und ein Viertel weniger verdient als im Rekordjahr 2022. Analysten hatten im Schnitt mehr erwartet. Auch der verhaltene Ausblick des Logistikkonzerns wurde negativ aufgenommen. Am Kauf des Rivalen Schenker ist DHL nicht mehr interessiert.Im Zuge des Börsengangs löst Douglas die bisherige Finanzierung komplett ab. Die neuen Schulden werden deutlich niedriger verzinst. Mitten in der Vermarktungsphase will sich CFO Mark Langer jedoch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.Schon zwei Mal hat CVC seine Börsenpläne auf Eis gelegt. Jetzt soll der dritte Anlauf im April erfolgen. Bis zu 15 Mrd. Euro will der Finanzinvestor an der Börse in Amsterdam auf die Waage bringen.Wirtschaftsminister Le Maire hat zugegeben, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone 2023 das Defizitziel verpasst hat. Er stimmt deshalb die Bevölkerung auf zusätzliche Einsparungen ein.Symrise hat das revidierte Margenziel erreicht. Mit 19,1% ist Vorstandschef Heinz-Jürgen Bertram aber nicht zufrieden. Daher fällt der Ausblick auf 2024 ganz nach dem Geschmack der Investoren aus.Die Anhebung der Kappungsgrenze auf 15 Prozent führt ab dem 18. März zu großen Veränderungen im Dax und im TecDax. Im TecDax klettert das Gewicht von SAP, Infineon und Deutscher Telekom auf 15 Prozent.Nach Donald Trumps Durchmarsch am Super Tuesday hält er gute Karten mit Blick auf das Rennen gegen Präsident Joe Biden. Dennoch haben die Vorwahlen Schwachstellen bloßgelegt, die Trump noch zum Verhängnis werden könnten.

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